netzeitung.deMicrosoft entwickelt Windows für alte Rechner

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Der Schweizer Berg Eiger - Namensgeber für 'Windows Eiger' (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Schweizer Berg Eiger - Namensgeber für 'Windows Eiger'
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Neue Windows-Versionen benötigen immer mehr Rechner-Leistung. Nun geht Microsoft den umgekehrten Weg: Das Betriebssystem «Eiger» soll auf alten Computern laufen - allerdings nicht uneingeschränkt.

Microsoft entwickelt ein neues Windows mit Codenamen «Eiger», das speziell auf langsamen alten Rechner laufen soll. Produkt-Chef Barry Goffe sagte am Donnerstag (Ortszeit), das neue Windows solle Firmen helfen, die aus bestimmten Gründen keine neuen Computer kaufen könnten oder wollten.

Viele von ihnen seien darauf angewiesen, alte Rechner mit Windows 98 oder Windows NT 4.0 entsprechend sicher gegen Angriffe und Viren zu machen. Da der Support für die alten Windows-Versionen aber inzwischen eingestellt ist, sei das Einspielen von entsprechenden Sicherheits-Updates nicht mehr möglich, so Goffe.

«Eiger» soll da nun weiterhelfen, Microsoft stellt für das Betriebssystem entsprechende Sicherheitsupdates und Viren-Absicherung zur Verfügung. Das Betriebssystem hat aber zugleich einen Haken: Es ist als Client-System ausgelegt – viele neue Programme werden nicht direkt auf dem Rechner laufen können, sondern auf einem zentralen Server. Eine Client-Software ermöglicht dann den Zugriff auf die jeweils neueste Office-Version oder andere Programme.

Vorrausichtlich werden die meisten Programme auch ohne Server-Anbindung auf Rechnern mit «Eiger» laufen, berichtet «CNet News». Microsoft will das aber nicht garantieren. Es sei eben ein Client-System, heißt es.

«Eiger» gibt sich mit Pentium II« zufrieden
Laut Microsoft soll »Eiger« auf einem Pentium-II-Prozessor mit 128 Megabyte bereits problemlos laufen. Voraussichtlich werden auch langsamere Rechner kein Problem mit dem System haben.

Trotzdem hält Microsoft »Eiger« nur für eine Übergangslösung vor der Anschaffung eines neuen PC. »Wer gerade keine neue Hardware kaufen kann, hat mit 'Eiger' eine gute Lösung«, sagte Goffe. »Es hilft wirklich, eine Brücke zu bauen. Aber die beste Lösung ist immer noch, eine neuen PC mit einem neuen Betriebssystem zu kaufen.«

Einigen dutzend Testern will Microsoft das Betriebssystem kommende Woche präsentieren. Wann »Eiger« auf den Markt kommt, ist aber noch völlig offen. »Wir sind in einer sehr frühen Phase der Entwicklung«, sagt Goffe.