Videospiel «Pac-Man» wird 25
13. Mai 2005 07:07
 |  Pacman | Foto: Archiv |
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Pac-Man, der gelbe Smiley, der punktefressend durch ein Labyrinth läuft, hat Geburtstag. Eigentlich hätte Pac-Man anders heißen sollen - zudem ist unklar, ob man das letzte Level überhaupt erreichen kann.
Das Prinzip des Videospiels ist einfach: Ein gelber Smiley läuft durch ein Labyrinth und frisst Gespenster. Während des Fressens klappt die Figur den Mund auf und zu - und genau von diesem Geräusch leitet sich der Name des Spiels ab:«Paku» heißt das klappende Geräusch lautmalerisch auf japanisch, und so entstand «Puck Man», das Videospiel, das am 12. Mai 1980 vom Computerspiel-Entwickler Namco in Japan veröffentlicht wurde. 1981 erschien das Spiel dann in den USA - diesmal aber unter dem Namen «Pac-Man». Man hatte sich zu der Namensänderung entschlossen, da man befürchtete, dass unreife Jungen den Original-Namen zu «Fuck Man» verulken würden.
Normal, ein Videospiel zu spielen
Laut «Twin Galaxies», einer Organisation für Videospiele, wurde Pac-Man im 20. Jahrhundert auf Arcade-Computern mehr als zehn Millarden Mal gespielt. «Pac-Man veränderte das psychologische Profil einer Durchschnittsperson», erklärte Walter Day, der Gründer von «Twin Galaxies». «Plötzlich fanden es alte und junge Menschen, Männer und Frauen sowie Doktoren, Zahnärzte, Anwälte und Hausfrauen normal, ein Videospiel zu spielen. Pac-Man öffnete ihnen die Tür. Abgesehen davon, dass es technologisch gesehen der neueste Trend war, war es für sie genauso einfach, wie Karten zu spielen.»Die Zahl der verkauften Spiele gab Namco Recht: 1999 und 2002 verkauften sich von «Pac Man World» beziehungsweise «Pac Man World 2» jeweils mehr als eine Million Spiele. Namco, der Anfang Mai dieses Jahres mit dem Tamagotchi-Hersteller Bandai verschmolz, kündigte unterdessen vier neue Pac-Man-Versionen an.
Das Prinzip des Spiels, das vom Spieledesigner Toru Iwatani entwickelt wurde, war denn auch leicht zu begreifen: Mit einem Joystick steuerte der Spieler die Figur durch das Labyrinth. Der Smiley musste Punkte fressen und lief dabei selbst Gefahr, von Gespenstern gefressen zu werden. Fraß er einen Bonuspunkt, konnte er jedoch selbst für eine bestimmte Zeit Gespenster vernichten. Hatte Pac-Man alle Punkte gefressen, gelangte der Spieler in ein höheres Level, in dem die Verfolgungsjagd nun wesentlich schneller ablief.
Drei Stunden, 42 Minuten, vier Sekunden
In der Fangemeinde des Spiels kam es bereits zu harten Wettkämpfen: Am 3. Juli 1999 konnte Billy Mitchell 255 Level durchlaufen, wie in der Online-Enzyklopädie Wikipedia nachzulesen ist. Nachdem er alle Extrapunkte und jedes Gespenst gefressen hatte, erreichte er als maximalen Gewinn 3.333.360 Punkte. Chris Ayra verbrachte im Juni 2000 drei Stunden, 42 Minuten und vier Sekunden vor dem Spiel und sicherte sich damit den Geschwindigkeitsrekord.Insgesamt könnte der Spieler 256 Level durchlaufen, aber noch ist unklar, ob dies überhaupt zu schaffen ist. Mitchell ist bereit, dem Spieler 100.000 Dollar zu zahlen, der beweisen kann, das letzte Level durchlaufen zu haben. Nach eigenen Angaben hat Mitchell dieses Level bereits mehrere hundert Mal erreicht.
Im Jahr 1982 meinte der damals achtjährige Jeffrey R. Yee, das 256. Level beendet zu haben. Jedenfalls erhielt er vom damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan ein Glückwunschschreiben, da er einen Punktestand von 6.131.940 Punkte gemeldet hatte. Dies wäre nur möglich, wenn er auch das letzte Level durchlaufen hätte. Beweisen konnte er diesen vermeintlichen Weltrekord jedoch nicht. (nz)