12. Mai 2005 11:25
In Massachusetts sind sieben Menschen angeklagt, die Spam für Pornografie und gefährliche Produkte verschickt haben. Spam-Gegner bleiben trotz des Verfahrens kritisch.
Der Generalstaatanwalt Thomas Reilly hatte gegen den Chef der Spammer, Leo Kuvayev, und sechs weitere Mitarbeiter eine einstwilige Verfügung beantragt, die jetzt vom Obersten Richter Gants bestätigt wurde. Die Spammer werden beschuldigt, E-Mails mit Werbung für Pornografie sowie illegale und gefährliche Produkte, zum Beispiel geraubte Software und gefälschte Rezepte für Drogen, verschickt zu haben. In dem Verfahren wird dem Spam-Ring vorgeworfen, gegen die Verbraucherschutz-bestimmungen und das Anti-Spam-Gesetz «CAN-SPAM» verstoßen zu haben. Zudem wird gefordert, dass Personen, die durch die Mails Geld verloren hatten, entschädigt werden.
Spam-Mails seien meistens eine enorme Belästigung und ein großer Schaden für die Wirtschaft, sagte Reilly. «Aber in diesem Fall überschritten die Mails die Grenze des Ärgerlichen. Es bestehen durchaus ernste Gefahren für die öffentliche Sicherheit», sagte er.
John Mozena, Vize-Präsident der «Coalition Against Unsolicited Commercial Emails», glaubt jedoch nicht, dass das Verfahren große Auswirkung haben werde: «Diese Urteile stoppen nur Menschen, aber sie stoppen nicht den Spam.» (nz)