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Drahtlose Überwachung für die Freiheitsstatue

11. Mai 2005 12:18
Freiheitsstatue
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Drahtlose WLAN-Netze und Mini-Sensoren bieten für die Überwachung völlig neue Möglichkeiten. In New York vertraut man jetzt die Freiheitsstatue der neuen Technik an.

Die Freiheitsstatue gehört zu den bestbewachten Objekten in den USA. Seit einigen Wochen nun werden die Bilder aus den Überwachungskameras und den optischen Bombendetektoren nicht mehr nur vor Ort geprüft, sondern direkt zur Analyse in eine Zentrale in der New Yorker Innenstadt geschickt.

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Wird eine verdächtige Person oder ein verdächtiges Objekt gefunden, wird die New Yorker Parkpolizei eingeschaltet. An sich wäre eine solche Fern-Überwachung auch bislang schon möglich gewesen. Doch neue WLAN-Netze und sehr kleine, preiswerte Sensoren machen ein System wie an der New Yorker Freiheitsstaute erst praktikabel.

Verteidigungsexperte und Chefredakteur von «DefenseTech», Noah Shachtman, sagte der «Washington Times», die Überwachung eines Geländes werde durch die neue Technik um ein Vielfaches billiger.

Mesh-Netzwerke statt Kupfer-Kabel

So setzt die Polizei in New Orleans und Chicago inzwischen so genannte Mesh-Netzwerke ein, um ihre Überwachungskameras miteinander zu verbinden. Die Idee ist einfach: Jede Kamera sendet nicht nur Bilder, sondern ist zugleich in der Lage, Bilder von anderen Kameras zu empfangen und wiederum weiterzugeben. So entsteht ein Funk-Netz, für das keine Kabel verlegt werden müssen und das zugleich wesentlich stabiler ist.

Dank neuer Technik werden auch völlig neue Überwachungsmethoden möglich. So werden von der Freiheitsstatue nicht nur Bilder übertragen. Sensoren liefern zugleich Tonaufnahmen von mehreren Punkten auf dem Gelände. Jeremy Barbera von der Firma MSGI Security Solutions, die das System installiert hat, sagte, die drahtlose Überwachung der Freiheitsstatue sei nur der Anfang einer Reihe von Projekten für das US-Ministerium für Innere Sicherheit.

Überwachung von Brücken

Die Universität von Kalifornien in San Diego forscht bereits an völlig neuen drahtlosen Überwachungstechniken. So sollen künftig drahtlose Mini-Sensoren Brücken oder die Luftqualität überwachen. Mini-Kameras sollen einen 360-Grad-Blick ermöglichen. Per Funk übermitteln die Geräte ihre Daten, vor Ort wird von der Überwachung nichts zu bemerken sein.

Shachtman warnt vor den Risiken der neuen Technik. WLAN und billige Mini-Sensoren machten langfristig die perfekte unsichtbare Überwachung möglich – und würden zudem Hackern einen leichten Zugriff auf Daten gewähren. «Ein falsch eingerichtetes drahtloses Gerät ermöglicht Hackern, sich den Weg in das gesamte Netzwerk zu bahnen». Die hohe Kostenersparnis werde aber viele Sicherheitsmanager dazu verleiten, allzu leichtfertig solche Systeme zu installieren. (nz)

 
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