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Teenager spielte monatelang Cyber-Terrorist

10. Mai 2005 10:48
Monatelang gehackt - Folgen noch nicht abzusehen.
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Ein Teenager ist monatelang in Computer der US-Armee, der Nasa und mehrerer Universitäten eingebrochen. Nun wurde er gefasst – die Folgen sind noch nicht abzusehen.

Zunächst sah es im vergangenen Jahr so aus, als handele es sich nur um einen Einbruch beim Unternehmen Cisco, einem der größten Netzwerkspezialisten weltweit. Kurze Zeit später stellten die Ermittler in den USA fest, dass ein Hacker über das Internet in weitere Computer einbrach – bei der US-Armee, bei der Nasa und mehreren US-Universitäten.

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Monatelang waren die Behörden machtlos, konnten lediglich an einigen Stellen mitverfolgen, wie immer wieder Rechner gehackt wurden, die eigentlich sicher sein sollten. Die Ermittler wussten lediglich, dass der Hacker irgendwo in Europa sitzt.

Vage Stellungnahme

Im März schließlich verhaftete die schwedische Polizei einen 16-Jährigen, der in seiner Heimatstadt Uppsala das Universitäts-Netzwerk gehackt hatte. Unmittelbar danach war auch für das FBI klar, dass der Täter gefasst sein musste. «Die kriminellen Aktivitäten scheinen aufgehört zu haben», äußert sich das FBI nun in einer vagen Stellungnahme.

Den Ermittlern zufolge nutze der Hacker nicht einmal ungewöhnliche Methoden. Clever sei lediglich seine Art gewesen, die Vorgänge auf den Computern zu automatisieren, die ihm den Hack ermöglichten.

Ausmaß des Schadens unklar

Noch ist unklar, welchen Schaden der Teenager angerichtet hat. Auch wissen die Ermittler noch nicht, welche Daten gestohlen oder zerstört wurden, berichtet die «New York Times» unter Berufung auf die Behörden.

Sicher ist: Der Teenager hat hunderte von Computern gehackt. Im vergangenen Jahr gelang es, einen Hack über zwei Tage lang zu protokollieren – dabei wurde versucht, in mehr als 100 Computer einzudringen – bei 50 gelang dem Hacker die vollständige Kontrolle.

Programmteile auf russischer Website

Mit den gewonnenen Daten ging er lässig um: Einige der gestohlenen Cisco-Programmteile fanden sich anschließend auf einer russischen Website. Man gehe inzwischen davon aus, so einer der Ermittler, der Teenager habe mit dem Hack in einem Internet-Chat seine Glaubwürdigkeit unter Beweis stellen wollen.

Mindestens ein Jahr lang hackte der Teenager vermutlich, ohne erkennbaren Sinn. Die Ermittler gehen davon aus, dass er viele der gestohlenen Passwörter und Zugänge im Internet verbreitet hat. Der Teenager selbst wurde inzwischen wieder seinen Eltern übergeben. Er muss sich jetzt nach Jugendstrafrecht vor Gericht verantworten. (nz)

 
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