04. Mai 2005 08:22
Open Source gilt bislang als preiswerte Alternative zu gekaufter Software. Ein Programmierer in den USA hält das für einen Verstoß gegen die Gesetze.
Ein Programmierer hat Klage gegen die Free Software Foundation eingereicht. Er argumentiert, die Bestimmungen für frei zugängliche Software, die Open-Source-Lizenz GPL (General Public License), verstoße gegen amerikanisches Recht.Der Softwareentwickler Daniel Wallace behauptet in der Klageschrift, die GPL verstoße gegen den so genannten Clayton Antitrust Act, weil sie für Software einen fixen Preis vorschreibe. Das zumindest ist richtig: Unter der GPL verbreitete Software ist kostenlos.
Wallace wirft der Free Software Foundation vor, sie habe gemeinsam mit Red Hat, Novell und anderen konspiriert, um diesen fixen Preis festzuschreiben. Seine Chancen Geld zu verdienen würden verringert, weil die GPL vorschreibt, dass Arbeiten die GPL-Code nutzen, auch kostenlos sein müssen.Open-Source-Anwalt Larry Rosen gibt dem Verfahren allerdings nicht viele Chancen: Wallace dürfe seine Arbeiten zu jedem beliebigen Preis veröffentlichen. Er dürfe nur die Arbeit anderer nicht verkaufen. Deshalb verstoße die GPL nicht gegen den Antitrust Act. (nz)