19. Apr 2005 13:22
Die US-Armee rüstet für den elektronischen Krieg. Die Hacker arbeiten nicht nur für die Verteidigung der eigenen Netzwerke.
Die US-Armee unterhält eine eigene Einheit für die elektronische Kriegsführung. Was das «Gemeinsame Oberkommando für elektronische Kriegsführung» (JFCCNW) genau macht, will die Armee bislang nicht öffentlich machen.Klar ist lediglich, dass Strategische Oberkommando für die Hacker-Truppe im Jahr mehrere Millionen Dollar ausgibt. Das US-Magazin «Wired» berichtet, die Armee beschäftige offenbar die weltweit am besten ausgerüstete Hackergruppe.
Experten gehen davon aus, dass sich die Abteilung zusammensetzt aus Mitgliedern von CIA, FBI, NSA und den vier Teilen der US-Armee. Dan Verton, freier Journalist und ehemaliges Mitglied der Marine-Aufklärung, sagte, die Mitglieder des JFCCNW seien nicht bereit, über ihre Arbeit zu reden. «Die Jungs sind eine wirklich harte Nuss», sagte Verton.
Seiner Angabe zufolge wurde die US-Armee allein im vergangenen Jahr etwa 75.000 Mal von Hackern angegriffen. Deshalb sei eine Aufgabe der JFCCNW die Verteidigung der eigenen IT-Struktur. Darüber hinaus sei damit zu rechnen, dass die Abteilung auch in der Lage sei, fremde Netzwerke zu attackieren, in fremde Computer einzudringen und Daten zu manipulieren und zu stehlen.