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Streit um Sicherheit von Firefox

29. Mrz 2005 11:18
Download-Zähler von Firefox
Der Browser Firefox gewinnt immer mehr Nutzer. Experten und Entwickler streiten nun, wie sicher die Software eigentlich ist.

Auf zehn Prozent will die Mozilla-Stiftung den Marktanteil ihrer Browser in diesem Jahr steigern. Derzeit surfen etwa fünf Prozent der Nutzer mit Firefox, dem größten Konkurrenten des Internet Explorer. Und genau dies wird möglicherweise zum Problem.

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Symantec-Chef John Thompson prognostiziert, dass mit der zunehmenden Popularität des Firefox auch die Zahl der entdeckten Sicherheitslücken steigen wird – weil es für Hacker lohnender wird, Schwachstellen zu suchen.

John Donovan von Symantec Australien verglich in einem Sicherheitsbericht seines Unternehmens beide Browser-Familien. Beim Internet Explorer wurden 13 Lücken gefunden, bei den Mozilla-Browsern 21 Schwachstellen. Er sagte: «Firefox hat genauso viele Schwachstellen wie andere Produkte - wenn nicht sogar mehr».

«Niemand ist perfekt»

Dieser Behauptung widersprach inzwischen die Präsidentin der Mozilla Foundation, Mitchell Baker. «Auch die steigende Popularität des Webbrowsers Firefox würde nicht zu annähernd so vielen Sicherheitsproblemen führen, wie sie Microsoft mit seinem Internet Explorer hat», sagte sie im Rahmen einer Diskussion dem Nachrichtendienst CNet. Zugleich sagte sie, «niemand ist perfekt».

Viele Fehler hätten dank der Open-Source-Entwickler im Vorfeld behoben werden können, so Baker. Zudem komme Firefox zugute, dass er nicht wie der Internet Explorer in das Betriebssystem eingebettet sei. Auch der Verzicht auf ActiveX reduziere die Anfälligkeit.

Erst in der vergangenen Woche war die Version 1.0.2 von Firefox veröffentlicht worden. Sie behebt unter anderem ein Sicherheitsleck bei der Anzeige von GIF-Dateien, worüber ein Angreifer Programmcode auf einem fremden System ausführen könnte. Zudem musste mit dem Update ein Sicherheitsloch im so genannten Sidbar-Panel behoben werden – legte ein Nutzer ein Bookmark in der Sidebar ab, konnte darüber ebenfalls beliebiger Code ausgeführt werden. (nz)

 
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