22. Mrz 2005 15:49
Der britische Geheimdienst hält sich normalerweise mit Terror-Warnungen zurück. Anti-Terror-Chef Omand sagt nun öffentlich, er fürchte eine Attacke auf die Infrastruktur des Landes.
Viele der in den vergangenen Monaten festgenommenen Terroristen des Al-Qaeda-Netzwerks hätten extrem gute technische Kenntnisse. Es gebe kaum Zweifel, so Omand, dass die Terroristen dabei seien, ihre technischen Fähigkeiten auszubauen. Zu konkreten Hinweisen wollte er sich nicht äußern. Omand wollte jedoch keine «Warnung» aussprechen, sondern sprach von einer «Information» für die Öffentlichkeit. Problematisch sei vor allem, dass Großbritannien immer mehr von elektronischen Netzwerken abhängig sei. Diese seien mehrheitlich in privater Hand und oftmals nur schlecht geschützt.
Die Warnung ist auch deshalb bemerkenswert, weil britische Geheimdienste sich bislang öffentlich im Gegensatz zu den US-Behörden mit Warnungen vor Anschlägen zurückhalten.