21. Mrz 2005 10:53, ergänzt 11:17
Die Nachrichtenagentur AFP will nicht länger Lieferant von «Google News» sein. Die Nachrichtenagentur hat Klage eingereicht – mit möglicherweise weitreichenden Konsequenzen.
In der Klageschrift heißt es, «ohne die Zustimmung von AFP hat der Beklagte fortgesetzt und willentlich Photos, Überschriften und Vorspänne von AFP auf seiner Seite publiziert». Aufforderungen, kein AFP-Material mehr auf der Seite einzustellen, seien ignoriert worden.Hintergrund ist, dass für «Google News» Texte und Bilder aller möglichen Nachrichtenseiten zusammengestellt werden. Diese bieten zu einem Großteil aber lediglich Text- und Bildmaterial, das von Nachrichtenagenturen geliefert wird. Auch auf deutschen Online-Nachrichtenseiten sammelt «Google News» Material, das oft von Nachrichtenagenturen wie Reuters, AFP, dpa, ddp oder AP stammt – der Grund, warum Texte bei Google oft identisch sind. Ohne diese Texte wäre das Angebot bei «Google News» sehr viel spärlicher.
Die Klage von AFP ging bereits am Donnerstag bei einem Gericht in Washington ein. Ein Sprecher von Google sagte, bislang habe es solche Klagen nicht gegeben. Die Nachrichtenseiten, die von Google durchsucht würden, würden vielmehr davon profitieren, dass bei «Google News» ein Link auf ihre Seite gesetzt wird. (nz)