14. Mrz 2005 12:35
Deutschland liegt bei der Internetnutzung über dem europäischen Durchschnitt. Von den Spitzenwerten in Skandinavien ist die Bundesrepublik aber noch weit entfernt.
Die Deutschen nutzen das Internet häufiger als die EU-Bürger insgesamt. Zu diesem Ergebnis gelangt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden, wie der Präsident der Behörde, Johann Hahlen, am Montag auf der Computermesse Cebit in Hannover berichtete. Deutschland liege bei der Internetnutzung über dem europäischen Durchschnitt, sagte Hahlen.Die Daten beruhen auf Erhebungen aus dem ersten Quartal 2004. Demnach gingen 50 Prozent der 16- bis 74-Jährigen in Deutschland mindestens einmal pro Woche online. In der alten EU der 15 Mitgliedstaaten – die Erhebung stammt aus der Zeit vor der EU-Osterweiterung – lag der Wert bei 47 Prozent. Allerdings liege Deutschland damit immer noch unter den Onliner-Anteilen in skandinavischen Ländern, sagte Hahlen. In Schweden etwa gingen 75 Prozent der genannten Altersgruppe mindestens einmal pro Woche ins Netz.
Den Angaben zufolge greift die deutsche Bevölkerung auch stärker als ihre Nachbarn in der EU auf Angebote des E-Government im Internet zu. 31 Prozent der Deutschen hätten im ersten Quartal 2004 Informationen im Internet-Angebot öffentlicher Einrichtungen gesucht. Der europäische Durchschnitt liegt bei 25 Prozent, wie es weiter hieß.Hier waren Dänemark und Schweden mit 43 Prozent Spitzenreiter. Nachholbedarf hat allerdings die Wirtschaft bei der Nutzung von E-Government: Den Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge nutzten nur 34 Prozent der deutschen Unternehmen ab zehn Beschäftigten solche Angebote, in der EU-15 insgesamt lag der Anteil bei 43 Prozent.