netzeitung.deGoogle-Toolbar verändert Websites

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Googles Toolbar Screenshot: NZ (Screenshot: NZ<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Googles Toolbar Screenshot: NZ
Screenshot: NZ
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Suchmaschine Google hat eine neue Version ihrer «Toolbar» vorgestellt. Suchfunktionen werden direkt in den Internet Explorer integriert.

Googles «Toolbar» ist eine praktische Sache: Mit einem kostenlosen Download lässt sich die beliebte Suchmaschine direkt in den Webbrowser Internet Explorer integrieren. Neben der direkten Suchfunktion enthält die Toolbar noch weitere nützliche Werkzeuge - beispielsweise einen Popup-Blocker oder das automatische Ausfüllen von Web-Formularen.

Automatische Links
In der neuen Version 3 der Google Toolbar, die die Suchmaschine am Wochenende in einer Vorabversion (Beta) online stellte, sind noch weitergehende Funktionen integriert - so kann das Programm nun auch eine Rechtschreibprüfung vornehmen sowie englische Wörter in verschiedene Sprachen übersetzen. Ein drittes neues Feature in Googles Toolbar 3 sorgte jedoch für viel Aufruhr im Web: die so genannte «AutoLink»-Funktion.

Auf den ersten Blick scheinen die Möglichkeiten, die die Funktion bietet, vor allem praktisch zu sein: Ist «AutoLink» eingeschaltet, werden Seiten mit Adressangaben durch Links ergänzt, die zu Googles neuem Kartendienst führen. Aus ISBN-Nummern von Büchern werden automatisch Links zu Amazon.com, Paket-Tracking-Nummern führen zu FedEx & Co., und Autokennzeichen werden mit dem Suchdienst Carfax.com verlinkt.

Wie «SmartTags»
Die Veränderung der Seiten stieß jedoch auch auf Kritik. Google arbeite nicht anders als eine ähnliche Microsoft-Funktionalität namens «SmartTags», die dem Software-Konzern vor Jahren viele negative Schlagzeilen bescherte, hieß es. Die Benutzer wissen demnach nicht genau, welche Veränderungen Google vornimmt; sie können die AutoLink-Funktion aber ausschalten. Werbung baut Google bislang nicht in die Seiten ein, könnte dies aber tun - die Originalangebote werden auf HTML-Ebene manipuliert.

Neben der Kritik von Usern und Bloggern droht Google auch Ärger von Unternehmen - denn unter anderem werden ISBN-Nummern im Buchladen von Barnes & Noble mit Amazon.com verlinkt, was als wettbewerbswidrig begriffen werden könnte. Google hat sich inzwischen selbst zu der Kritik geäußert: Man habe lange über das Thema nachgedacht, halte die neuen Funktionen aber für unbedenklich, weil die Benutzer die AutoLink-Funktion selbst aktivierten.


Für das Web ediert von Ben Schwan