14. Feb 2005 11:36
Ein neues Filtersystem, dass der Elektronikkonzern Philips entwickelt, soll den Tausch von Filmkopien in Filesharing-Diensten unmöglich machen.
Ein so genannter «Fingerabdruck» soll dabei jedem einzelnen Streifen beigegeben werden. Über diesen könnten Betreiber von Tauschnetzen dann erkennen, das ein illegaler Film vertrieben wird - und den Download-Vorgang stoppen.Eine ähnliche Philips-Technik setzt auch Snocap, die junge Firma des ehemaligen Napster-Begründers Shawn Fanning, ein, um urheberrechtlich geschützte Audiodateien in Tauschbörsen zu entdecken. Die Philips-Techniker sind derzeit dabei, dieses System auch für Videos zu implementieren; daneben arbeiten auch andere Unternehmen an ähnlichen Systemen.
Problematisch an der Philips-Technik bleibt allerdings, dass sie, sobald sie wirklich verlässlich läuft, auch in den Tauschnetzen eingebaut werden müsste. Derzeit sträuben sich die Betreiber dieser Angebote dagegen. Der Grund: So würde erkennbar, dass die Börsen tatsächlich hauptsächlich für illegale Transaktionen genutzt werden, eine Tatsache, die Kazaa und andere Anbieter weiterhin verneinen, obwohl sie weitläufig bekannt ist.Die Filmindustrie ist unterdessen dabei, weiter gegen Tauschnetze vorzugehen. Sie ließ in der vergangenen Woche «LokiTorrent», einen Knotenpunkt im Tauschnetz BitTorrent, von einem Gericht schließen. Der Betreiber soll eine Million Dollar Strafe zahlen. In Australien läuft zudem ein Verfahren gegen Kazaa, in dem nachgewiesen werden soll, dass der Betreiber weiß, welche illegalen Filmraubkopien in seinem Netz vertrieben werden.