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Spekulation über Google-Telefonie

25. Jan 2005 17:43
Schon bald könnte eine bei Google gefundene Telefonnummer direkt per Mausklick angerufen werden. Medienberichten zufolge will Google einen Voice-over-IP-Dienst einrichten.

Die Betreiber der Internetsuchmashine Google wollen in den boomenden Markt der Internet-Telefonie einsteigen. Das zumindest berichtet die britische Zeitung «The Times».

Bereits jetzt bietet etwa das Unternehmen Skype.com an, kostenlos über das Internet mit anderen Skype-Nutzern zu telefonieren. Lediglich Anrufe ins normale Festnetz kosten Geld.

Google versucht der Zeitung zufolge, nicht genutzte Glasfaserkabelnetze zu erwerben. Per Stellenazeige wurde bereits ein Mitarbeiter für diese Aufgabe gesucht. Damit könnte Google auch billige Telefonate zu normalen Telefonanschlüssen anbieten.

Einen weiteren Vorteil gegenüber Skype hätte Google, weil sein Markenname bereits etabliert ist und über Suchergebnisse Telefon-Links eingeblendet werden könnten.

Wachsender Markt der Internet-Telefonie

Mehr in der Netzeitung:
Internet-Telefonie funktioniert auf der Basis eines eigenen Kommunikations-Protokolls, dem Voice-over-Internet-Protokoll (Voip). Spätestens seit dem Erfolg von Skype scheint das Angebot ein boomendes Geschäft zu sein. Die kostenlose Skype-Software, die das Telefonieren mittels Kopfhörern und Mikrofon möglich macht, ist bis heute mehr als 54 Millionen Mal aus dem Internet herunter geladen worden.

Weltweit hat sich der Markt für Datentelefonie laut einer Studie der Unternehmensberatung Mummert in den vergangenen vier Jahren von drei auf neun Milliarden US-Dollar verdreifacht.

Kostengünstiges Kabelnetz

Skype und andere Voip-Anbieter wie beispielsweise Web.de müssen bislang Netzkapazitäten anmieten, um Service in lokale Telefonnetze anbieten zu können.

Die Kabelnetze, die Google dem Bericht zufolge aufzukaufen sucht, bestehen größtenteils aus unbenutzten Glasfaserkabeln. Im Zuge des Internet-Booms wurden laut der Zeitung erheblich mehr Kabel gelegt, als tatsächlich gebraucht wurden. Somit seien die Preise für die technisch hochwertigen Kabel äußerst günstig und somit für Google durchaus finanzierbar. (nz)

 
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