14. Jan 2005 13:31
In Berlin findet die dritte DRM-Konferenz statt. Es gehe inzwischen um mehr als Kopierschutz, sagte ein Sprecher der Netzeitung.
«Diesmal ist die Tagung viel internationaler ausgerichtet», sagte der Sprecher der Tagung Dirk Günnewig von der Universität Dortmund der Netzeitung. «Wir haben Vertreter aus allen europäischen Ländern und sogar Wissenschaftler aus Australien und den USA sind hier in Berlin.» Der Schwerpunkt der Tagung habe sich verschoben. Während im ersten Jahr noch vorwiegend Techniker da gewesen seien, und 2002 sehr viele Juristen intensive Lobbyarbeit auf der Tagung geleistet hatten, habe sich der Schwerpunkt in diesem Jahr verschoben, sagte Günnewig. Vor allem Wissenschaftler und die Wirtschaft debattiert nun Möglichkeiten zum Schutz von digitalem Urheberrecht.
DRM betreffe im Wesentlichen die Urheberrechte von digitalen Medieninhalten, so wie Film-DVDs, elektronischen Büchern oder Musikdateien aus dem Internet. Die Tagung soll versuchen, die Interessen sowohl von Nutzern, als auch von Rechteinhabern aus der Medienindustrie zu vereinen. Die DRM-Technologien bieten dazu die technischen Kontrollmöglichkeiten. «DRM ist nicht mit Kopierschutz gleichzusetzen», sagte Günnewig, «vielmehr ist es ein Oberbegriff für verschiedene Technologien, die Nutzungsrechte verwalten und schützen».