Sinn des Digital Rights Management umstritten
14.01.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Der Schwerpunkt der Tagung habe sich verschoben. Während im ersten Jahr noch vorwiegend Techniker da gewesen seien, und 2002 sehr viele Juristen intensive Lobbyarbeit auf der Tagung geleistet hatten, habe sich der Schwerpunkt in diesem Jahr verschoben, sagte Günnewig. Vor allem Wissenschaftler und die Wirtschaft debattiert nun Möglichkeiten zum Schutz von digitalem Urheberrecht.
DRM betreffe im Wesentlichen die Urheberrechte von digitalen Medieninhalten, so wie Film-DVDs, elektronischen Büchern oder Musikdateien aus dem Internet. Die Tagung soll versuchen, die Interessen sowohl von Nutzern, als auch von Rechteinhabern aus der Medienindustrie zu vereinen. Die DRM-Technologien bieten dazu die technischen Kontrollmöglichkeiten. «DRM ist nicht mit Kopierschutz gleichzusetzen», sagte Günnewig, «vielmehr ist es ein Oberbegriff für verschiedene Technologien, die Nutzungsrechte verwalten und schützen».
Andererseits kündigte Bertelsmann an, dass die Medienindustrie «Kompromisse» machen müsse. Wenn die «neue Welt» nicht verhindert werden solle, müsse die Musikindustrie mit ihrem Businessmodell den Wünschen und Bedürfnissen der Konsumenten entgegenkommen, sagte ein Sprecher.
Die amerikanische Wissenschaftlerin kritisierte am Freitag auf der Tagung das Vorgehen der US-Regierung mit ihrer internationalen Copyright-Politik als «prinzipiell undemokratisch» und «imperialistisch», berichtet die «c't». (nz)
Für das Web ediert von Michael Liebe

