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Auch Yahoo durchsucht den Desktop

11. Jan 2005 10:40
Nach Google und Microsoft hat nun auch Yahoo eine kostenlose Desktop-Suche gestartet. Die Software läuft unter Windows und soll besonders viele Dateiformate durchsuchen können.

Nach der Suchmaschine Google und dem Betriebssystemhersteller Microsoft hat nun auch das Portal Yahoo eine eigene Desktop-Suche für PCs vorgestellt. «Yahoo Desktop Search» wird für Windows XP und Windows 2000 kostenlos angeboten und befindet sich derzeit im Beta-Stadium. Laut Angaben von Yahoo kann das Programm, das als Download zur Verfügung steht, insgesamt mehr als 200 Dateiformate durchkämmen.

Eigenes Fenster

Mehr im Internet:
Yahoo Desktop integriert sich in Programme wie Outlook, steht aber auch über ein eigenes Fenster zur Verfügung. Im Gegensatz zu Googles Desktop-Suche, die über einen Browser wie Microsofts Internet Explorer angesteuert wird, erscheint Yahoos Angebot in einer speziellen Oberfläche. Eine Vorschau für das Suchergebnis soll das Auffinden der gewünschten Daten erleichtern, auch Audio- und Video-Dateien sind dort direkt abspielbar. Favoriten definieren gewünschte Suchbereiche.

Yahoo hat seine neue Desktop-Suche in Zusammenarbeit mit der Suchfirma X1 erstellt, obwohl die Firma inzwischen ein großes eigenes Forschungsteam besitzt. X1 werde sich künftig aber auf Suchprogramme für Unternehmen konzentrieren, während Yahoo die Technik weiter für Endkunden verfeinere, hieß es von dem Portal.

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Mehr in der Netzeitung:
Geplant ist, mit Yahoo Desktop demnächst auch Informationen auf dem Yahoo-Server abfragbar zu machen. So soll ein vom Kunden verwendeter Yahoo-E-Mail-Account ebenfalls durchsuchbar werden. Eine Suchfunktion für das Web ist bereits eingebaut. Desktop-Suchprogramme wie die von Yahoo, Google und Microsoft werfen unterdessen Datenschutzprobleme auf - so war Google Desktop in die Schlagzeilen gekommen, nachdem bekannt geworden war, dass die Software auch Daten fremder Benutzer auf dem Rechner anzeigen konnte, nicht nur die des jeweils aktiven Nutzers selbst. Auch gab es in Google Desktop eine Sicherheitslücke, die inzwischen aber geschlossen ist.

Desktop-Suchprogrammen wird eine große Zukunft vorhergesagt, weil die Benutzer ihren eigenen Rechner mit der gleichen Leichtigkeit wie das Web durchsuchen wollen, meinen Experten. Einen klaren Sieger im Kampf um diesen neuen Markt gibt es bislang noch nicht - Download- und Einsatzzahlen liegen bis lang nicht vor.

 
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