28.12.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Der marktführende deutsche Internetprovider T-Online hat mit «Congster» erstmals eine DSL-Billigmarke gestartet. Mit dem neuen Angebot will man einen größeren Kundenkreis erreichen.
Trotz Startankündigung erst für die Cebit 2005 hat T-Online sein neues T-DSL-Billigangebot «Congster» bereits am Montag online geschaltet. Der neue Dienst unter dem Motto «high speed - low price» soll laut einem Telekom-Sprecher Kunden erreichen, die derzeit von den T-Online-Angeboten nicht angesprochen würden.
Wie eine Billig-AirlineCongster bietet ähnlich den Angeboten von Billig-Airlines einen Service, der sich allein auf die Kerndienstleistung konzentriert. So werden weder Webhosting- noch E-Mail-Angebote gemacht. Auch liegt weder Zugangssoftware noch Hardware bei, letztere muss der Kunde selbst erwerben. Portal-Dienstleistungen mit speziellen Inhalten für Kunden, wie sie von T-Online bereitgestellt werden, bietet Congster ebenfalls nicht an. Man konzentriert sich auf das DSL-Geschäft.
Dort ist Congster zumindest bei den Volumentarifen deutlich billiger als die Mutter T-Online. So werden für 2 Gigabyte Daten 3,99 Euro im Monat fällig, 8 Gigabyte kosten 12,99 Euro. T-Online verlangt für 6 Gigabyte derzeit 24,95 Euro.
Keine EinrichtungsgebührDie Flatrate-Angebote sind bei Congster ebenfalls billiger - allerdings nur leicht. Dafür verlangt Congster aber auch keine Einrichtungsgebühren und eine Büronutzung des Dienstes mit mehreren Rechnern soll erlaubt sein.
Die neue T-Online-Tochter dürfte vor allem Kunden anderer DSL-Anbieter wieder zurück zur Telekom locken, meinen Marktbeobachter. So erstellt Congster auf Anfrage Provider-Wechselschreiben inklusive Kündigung. Hinweise, dass Congster eine T-Online-Tochter ist, findet der Kunde nicht - allerdings betont der Anbieter, dass man auf die «ausgezeichnete technische Plattform von T-Com» aufsetze. Die Volumenangebote können mit einer Downloadgeschwindigkeit von bis zu drei Megabit pro Sekunde genutzt werden.