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MSN sucht auf dem Desktop

14. Dez 2004 10:55
Nach Google hat nun auch die Microsoft-Tochter MSN eine Desktop-Suche vorgestellt. Die «Toolbar Suite» findet Mails, Bilder, Dokumente und Musik.

Microsoft will das Suchgeschäft nicht Google überlassen: Nach der Vorstellung einer eigenen Web-Suchmaschine vor wenigen Wochen hat der Softwarekonzern nun auch eine eigene kostenlose Desktop-Suche ins Programm genommen.

Stark Einbindung

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  • Die so genannte «MSN Toolbar Suite» ist bislang nur in englischer Sprache und als Vorabversion («Beta») verfügbar und orientiert sich stark an Googles im Oktober vorgestellter Desktop-Suche. Im Gegensatz zum Google-Original, das über einen beliebigen Browser angesteuert wird, kann man der «MSN Toolbar Suite» kaum entkommen: Sie wird nach Download in alle Windows- und Internet Explorer-Fenster eingebettet, befindet sich in der Startleiste sowie in sämtlichen Outlook-Fenstern.

    Durchsucht werden können E-Mails, MSN-Chats, Bilder, Musik, E-Mail-Anhänge, PDF- und Office-Dateien sowie Programme, letztere nach Name und Typ. Besuchte Websites werden, im Gegensatz zu Google Desktop, allerdings nicht verfügbar gemacht. Die «MSN Toolbar Suite» zeigt Kurzresultate sofort an - wer Details benötigt, muss einmal klicken, um eine Browser-Darstellung der Ergebnisliste zu erhalten.

    Vollständige Toolbar

    Mehr im Internet:
    Zudem soll es möglich sein, eigene Suchmaschinen in Form so genannte Web Shortcuts einzubinden - mit entsprechenden Kürzeln ist es so möglich, auch in fremden Suchwerkzeugen zu stöbern. Die «MSN Toolbar Suite» enthält neben der Desktop-Suche auch alle anderen Funktionen der MSN Toolbar, etwa einen Pop-up-Blocker, automatisches Ausfüllen von Webformularen und eine Passwortverwaltung. Einzeln lässt sich die Desktop-Suche nicht herunterladen. Zur Nutzung wird außerdem mindestens Internet Explorer 5.0.1 benötigt, eine Einbindung in immer beliebter werdende Alternativbrowser wie Firefox steht bislang noch aus.

    Microsofts Desktop-Suche ist eine direkte Antwort auf Google - der Softwarekonzern fürchtet, dass die Suchmaschine zunehmend direkt auf die Rechner der User vorstößt, anstatt sich auf Webdienste zu beschränken. Ursprünglich hatte Microsoft erst für sein nächstes Windows («Longhorn») eine verbesserte Suchfunktion geplant.

     
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