13. Dez 2004 11:23
Der freie Browser Firefox, der als Alternative zu Microsofts Internet Explorer antrat, wird immer beliebter. In vier Wochen wurde er bereits 10 Millionen Mal heruntergeladen.
Gleichzeitig wirken sich die Firefox-Downloads weiter auf den Marktanteil des IE aus. Wie das Web-Forschungsunternehmen OneStat meldete, liegt der Firefox-Marktanteil inzwischen bei 7,4 Prozent, was einem Plus von fünf Prozentpunkten seit Mai entspricht. Erklärtes Ziel ist es, 2005 einen Marktanteil von zehn Prozent zu erreichen. Gleichzeitig sank der Internet Explorer-Marktanteil auf 88,9 Prozent - er lag einst bei deutlich über 90 Prozent. Microsoft selbst widerspricht dieser Statistik - die Zahlen von OneStat berücksichtigten nicht die Benutzer aus Firmennetzen, sagte ein Manager dem amerikanischen IT-Nachrichtendienst News.com.
In den USA gibt es unterdessen die ersten Empfehlungen aus IT-Abteilungen, Microsofts Internet Explorer nicht mehr zu benutzen und statt dessen auf Firefox oder andere Alternativbrowser zu setzen. Als Grund werden immer wieder auftretende Sicherheitsprobleme mit dem IE genannt, die erst spät von Microsoft behoben werden.Das hinter Firefox stehende Open-Source-Projekt Mozilla macht Microsoft auch in einem anderen Bereich Konkurrenz: Mit Thunderbird 1.0 wurde in der vergangenen Woche die fertige Version eines eigenen Mailprogrammes vorgestellt, das man als Alternative zu Microsofts Outlook etablieren möchte. Ähnlich wie Firefox ist die Software kostenlos und wurde von Freiwilligen auf der ganzen Welt erstellt.