18. Nov 2004 12:42
Die neue Suchmaschine von Microsoft gibt sich prüde. Wer anzügliche Begriffen eingibt, bekommt kein Ergebnis. Doch auch nach Vögeln oder Staatsexamen lässt sich nicht suchen.
Wer das Wort «Sex» in die deutsche Betaversion der Suchmaschine eingibt, bekommt kein Ergebnis, sondern lediglich den Hinweis geliefert «Bei der Suche nach Staatsexamen werden möglicherweise sexuelle Inhalte ausgegeben». Merkwürdig ist allerdings, das bei anderen Worten, die die drei Buchstaben ebenfalls enthalten, etwa «Staatsexamen», auch kein Ergebnis ausgegeben wird.Wer dennoch ein Ergebnis haben will, muss derzeit die schweizerische oder österreichische Seite von Microsoft besuchen – dort gibt sich der Konzern offener. Selbst die amerikanische Seite der Suchmaschine lässt so genannte schmutzige Wörter zu. Bei der alten Suchmaschine führten so genannte «Four-Letter-Words» dort nicht zu einem Ergebnis.
Auf der amerikanische Seite verdient Microsoft in der Beta-Suche sogar Geld mit Sex-Angeboten. Dort bekommt man am Beginn und Ende der ersten Ergebnisseite gleich noch zwei bezahlte «sponsored Links» zu einschlägigen Seiten geliefert. (nz)