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Firefox 1.0 (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Firefox 1.0
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Am Dienstag wurde die Ankunft der Version 1.0 des Open-Source-Browsers Firefox gefeiert. Die freie Software nimmt dem Internet Explorer immer mehr Marktanteile ab.

Zwischenzeitlich gab es kein Durchkommen mehr: Nachdem das Open-Source-Projekt Mozilla am Dienstag seinen Browser Firefox erstmals in der finalen Version 1.0 vorlegte, verstopfte der Andrang der Nutzer erst einmal die Website.

Beispielloser «Buzz»
Einen Tag danach ist die Software nun fast überall problemlos zu bekommen - auch in einer deutschen Version. Das Programm hatte zuvor einen beispiellosen «Buzz» im Internet ausgelöst - mehrere Kampagnen warben für Firefox. So wurden zum Beispiel 250.000 Dollar gesammelt, um eine ganzseitige Anzeige in der New York Times zu finanzieren.

Auch in Deutschland ist eine Werbung in der «FAZ» geplant, um die Anwendung auch in Nicht-Szenekreisen bekannter zu machen. Daneben gab es weltweit so genannte Launchparties, zu denen sich Firefox-Fans trafen.

Ideale Alternative
Firefox gilt vielen IT-Experten als große Alternative zum Fehler-geplagten Microsoft Internet Explorer (IE); darüber hinaus ist das Open-Source-Programm wesentlich moderner - entwickelte doch Microsoft seinen IE seit Jahren nur wenig weiter. Firefox bietet etwa das immer beliebter werdende «tabbed browsing» (schnelles Umschalten zwischen Websites), Werbeblocker, RSS-Leseprogramm und vor allem eine schnelle Seitendarstellung. Die Anwendung ist sehr klein, wird schnell geladen. Über sieben Millionen Menschen setzen Firefox bereits ein.

Die Macher von Firefox betonen vor allem die erhöhte Sicherheit, die das Programm biete - viele Internet-Angriffe laufen derzeit über Microsofts IE, wird er nicht eingesetzt, mache dies die Web-Erfahrung grundsätzlich sicherer. Bislang entdeckte Lücken in Firefox wurden schnell geschlossen - bei Microsoft kann dies hingegen (wie aktuell beim so genannten «IFRAME»-Problem) auch mehrere Wochen dauern. Firefox kann kostenlos heruntergeladen werden, eine deutsche Anleitung liegt vor.

Für das Web ediert von Ben Schwan