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Firefox-Projekt sammelt 250.000 Dollar

01. Nov 2004 09:39
Firefox bat um Geld für eine ganzseitige «New York Times»-Anzeige - und wurde vom Engagement der Spender sehr überrascht.

Noch im November soll sie verfügbar sein: Die Version 1.0 des Open-Source-Browsers Firefox, der versucht, Microsofts Internet Explorer Marktanteile abzunehmen.

Ganzseitige Anzeige

Mehr in der Netzeitung:
Um das Web-Programm, das im nächsten Jahr eine Verbreitung von 10 Prozent aller Browser erreichen will, bekannter zu machen, starteten seine Macher nun die Aktion «Spread Firefox» («Verbreitet Firefox»). Das Ziel: Man wollte 50.000 Dollar sammeln, um zum Start der Version 1.0 eine ganzseitige Anzeige in der «New York Times» zu schalten.

Das Projekt ist mehr als gelungen: Wie «Spread Firefox» am Wochenende meldete, gingen innerhalb von 10 Tagen insgesamt 250.000 Dollar von 10.000 Spendern ein. Diesen wurde zugesichert, mit eigenem Namen in der «New York Times»-Anzeige zu erscheinen - jeder einzelne Spender soll darin genannt werden. Laut «Spread Firefox» gab es Zahlungseingänge aus über 80 Ländern, auch kleinere wie Gibraltar oder Estland seien dabei gewesen, so die Macher stolz.

200.000 Dollar für Firefox

Mehr im Internet:
Die «New York Times»-Anzeige soll 50.000 Dollar kosten. Die restlichen 200.000 Dollar sollen in die Weiterentwicklung von Firefox fließen, der von der gemeinnützigen Mozilla-Stiftung herausgebracht wird. Ursprünglich stammt Firefox vom Ur-Browser Netscape ab - dieser wurde zu freier Software erklärt und dem Mozilla-Projekt zur Verfügung gestellt. Von der alten Version steckt allerdings fast nichts mehr im aktuellen Code des Programmes, wie Experten betonen.

Firefox gilt als moderner, leichtgewichtiger Browser, der im Vergleich zu Microsofts verbreitetem Internet Explorer (IE) sicherer und besser bedienbar ist. Das Programm setzt sich seit den Virenwellen dieses Jahres immer mehr durch, wurde zuletzt sieben Millionen Mal herunter geladen. Großer Marktführer bleibt allerdings der IE, weil dieser auf jedem Windows-System standardmäßig installiert ist.

 
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