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Google will kein Portal werden

25. Okt 2004 09:39
Google-Chef Eric Schmidt hat in einem Interview betont, dass Google nicht vor hat, ein echtes Internet-Portal zu werden. Auch einen eigenen Browser plane man nicht, sagte er.

Google will nicht mit einem Ausbau seines Angebots auf entsprechende Vorhaben von Yahoo und Microsoft reagieren. Eric Schmidt, Vorstandsvorsitzender von Google, wies in einem Interview mit der britischen «Financial Times» Spekulationen zurück, wonach das Unternehmen ein eigenes Portal plane.

Das Suchmaschinengeschäft sei derzeit noch in einer frühen Entwicklungsphase, so Schmidt. Man müsse Googles Strategie also noch nicht so anpassen, dass Konkurrenten abgewehrt würden.

Gute Geschäfte für alle

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  • «Es ist gut möglich, dass Google und Microsoft und Yahoo und andere allesamt gute Geschäfte machen können», so Schmidt. Es sei wichtiger, sich um die jeweils eigenen Kunden und die eigene Strategie zu kümmern.

    Auch dem Aufbau einer eigenen Browser-Applikation, über die im Internet weitläufig spekuliert wurde, erteilte Schmidt eine Absage: «Wir bauen keinen Browser.» Zuvor hatten Industriebeobachter angenommen, dass Google vorhat, mit Microsofts Internet Explorer zu konkurrieren, der erstmals in seiner Geschichte aufgrund von zahlreichen Sicherheitslücken kleinere Marktanteile verloren hatte.

    Kein Browser geplant

    Mehr im Internet:
    Google werde sich aber nicht am «Browser-Krieg» beteiligen, so Schmidt. Die Firma hatte zuvor einige Browser-Experten, die teilweise von Microsoft stammten, in die Firma geholt, was die Spekulationen nur noch mehr angeheizt hatte. Diese Maßnahmen waren als Teil einer breiteren Strategie gesehen worden, sich gegen Konkurrenten wie Yahoo und Microsoft durchzusetzen und die Marke weiter zu popularisieren. Auch die Portal-Strategie galt als möglicher Ansatz, bietet Google doch derzeit zahlreiche Einzeldienste, denen bislang «ein Dach» fehlt.

    Trotz Schmidts Aussage, die Suchmaschine agiere nicht aus Konkurrenzabwehrgründen, begibt sich Google immer mehr auf das Territorium der Wettbewerber. Mit Google Desktop stellte man in diesem Monat eine eigene PC-Suche vor, deren Funktionsumfang an das Suchsystem erinnert, das Microsoft in seinem nächsten Windows («Longhorn») plant, das 2006 erscheinen soll. Mit «Google News» betreibt Google zudem ein weltweit wichtiges Newsportal, das ähnlichen Angeboten von MSN und Yahoo Leser abnimmt.

     
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