08. Okt 2004 17:27
Von Großbritannien aus hat das FBI Websites des Mediennetzwerks Indymedia vorübergehend lahm gelegt.
Auf Weisung der US-Bundespolizei FBI ist in Großbritannien ein Server beschlagnahmt worden, auf dem sich mehrere IMCs von Indymedia befanden. Das teilt das globale Mediennetzwerk auf seiner Website mit. Die Gründe für das Vorgehen der Polizei seien nicht bekannt. Möglicherweise seien einzelne Websites noch nicht wieder erreichbar.Nach Berichten italienischer Zeitungen waren insgesamt mehr als 20 Internetsites in aller Welt betroffen, unter anderem in Italien, Frankreich, Belgien, Jugoslawien, Portugal, Tschechien, Polen, Andorra, Brasilien und Uruguay.
Rackspace habe kürzlich erfahren, dass das FBI und die amerikanischen Geheimdienste Ermittlungen wegen eines bei Indymedia erschienen Artikels aufgenommen hätten, in dem Namen und Adressen von Delegierten beim Wahlparteitag der Republikaner in New York genannt worden seien, berichtet «La Repubblica».Zudem sei der Provider in der vergangenen Woche aufgefordert worden, mehrere Fotos von Indymedia-Websites zu entfernen, auf denen Schweizer Polizisten in Zivil während des G8-Gipfels im französischen Nantes 2003 sehen waren, berichtet die Zeitung. Die Verbreitung der Fotos sei nicht gesetzwidrig, hätten FBI-Beamte betont. Es gehe darum, «der Schweizer Regierung einen Gefallen zu tun». (nz)