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Google durchsucht Bücher

07. Okt 2004 10:31
Die Suchmaschine Google hat eine neue Buchsuche gestartet. «Google Print» zeigt ganze Seiten aus Büchern im Web an. Geld verdient die Firma mit eingeblendeter Werbung.

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse hat Google eine neue, vorerst nur englischsprachige Buchsuche gestartet. Über «Google Print» war bereits in den vergangenen Monaten spekuliert worden - es ist das erste Mal nach der Katalogsuche «Google Catalogs», dass die Suchmaschine vormals nur offline verfügbare Inhalte digitalisiert und über das Internet auffindbar macht. Verlage sollen dazu ihre Inhalte zur Verfügung stellen - Google erfasst und scannt sie.

«Buy this Book»

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  • Ganze Bücher kann man über «Google Print» zwar nicht lesen, wie die Suchmaschine betont. Vollständige Seiten werden dennoch im Originallayout inklusive Bildern präsentiert. Um Bücher aufzufinden, gibt der Benutzer Stichwörter in Googles Hauptsuche ein - sind sie in den Werken enthalten, werden die Bücher oberhalb der Web-Suchergebnisse eingeblendet.

    Anschließend kann der Benutzer innerhalb des Buches weitersuchen. Ein «Buy this Book»-Link ermöglicht schließlich den direkten Erwerb des Druckwerkes über Online-Versender - Google bekommt dafür natürlich seinen Teil, blendet aber auch zusätzlich reguläre Textwerbung ein.

    Eingeschränktes Blättern

    Mehr im Internet:
    Um zu verhindern, dass Besucher ganze Bücher herunterladen, ist es nur möglich, jeweils zwei Seiten vor oder zurück zu blättern. Die Suche selbst ist aber nicht eingeschränkt. Google selbst versteht «Google Print» als eine Art Besuch im örtlichen Buchladen, wo man ja auch blättern könne - die Suchfunktion mache dies aber deutlich einfacherer. Die Inhalte sind derzeit noch recht rar, umfassen nur englischsprachige Titel. Google will das Angebot in den nächsten Monaten aber massiv ausbauen, demonstriert es heute auch in Frankfurt.

    Google ist nicht der erste Anbieter einer Buchsuche - auch der E-Commerce-Konzern Amazon bietet mit seiner «Look Inside This Book»-Funktion ähnliches an. Verleger hatten sich gegenüber den Diensten anfangs skeptisch geäußert, weil sie fürchteten, ihre Gesamtinhalte könnten illegal im Web verbreitet werden.

     
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