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Google entwickelt Browser

21. Sep 2004 08:53
Einem Pressebericht zufolge plant die Suchmaschine Google die Einführung eines eigenen Browsers. Auch andere interne Veränderungen sprechen für einen Angriff auf Microsoft.

Die Suchmaschine Google könnte bald einen eigenen Webbrowser anbieten. Wie die «New York Post» meldet, hat der kürzlich erfolgreich an die Börse gegangene Search-Marktführer in den vergangenen Wochen ein halbes Dutzend bekannter Programmierer eingestellt, die große Erfahrungen auf dem Gebiet haben.

Creme de la Creme

Mehr in der Netzeitung:
So arbeitet künftig Joshua Bloch, einer der Hauptentwickler der Internet- Programmiersprache Java, nicht mehr bei Sun, sondern bei Google. Adam Bosworth, einer der führenden Entwickler des Microsoft Internet Explorer, wurde ebenfalls übernommen. Auch Benutzeroberflächen-Experte Joe Beda, der am neuen Look des nächsten Windows («Longhorn») für Microsoft gearbeitet hatte, darf sich künftig «Noogler» nennen, wie bei Google intern Neulinge bezeichnet werden.

Mozilla-Annäherung

Weder die neuen Angestellten noch Google selbst wollten die personelle Verstärkung gegenüber der «New York Post» kommentieren. Analysten rechnen jedoch damit, dass Google einen Angriff auf Microsoft plant. Eine potenzielle Browser-Strategie werde auch deshalb möglich, will Google kürzlich alle Entwickler des Mozilla-Open-Source-Browsers zu «Developer Day» auf das Firmengelände eingeladen hatte. Andere Beobachter meinen, Google arbeite an einem «Network Computing»-Konzept, bei dem ein Browser nur die Schnittstelle zum Endkunden sei - der eigentliche Computer aber Google selbst.

Viel Spielgeld

Mehr im Internet:
«Ich wette, dass es irgendwo in Googles Rechnern die Wurzel für einen Browser gibt», meint der Analyst Gary Stein von Jupiter Research. Andere mögliche neue Google-Produkte, die sich in Entwicklung befinden sollen, betreffen eine Musiksuche, die mit Online-Musikläden verknüpft sein könnte. 1,67 Milliarden Dollar hat Google bei seinem Börsengang im August eingenommen - «Spielgeld» wäre genug da, wie Analysten meinen. Die Haupteinnahmequelle Googles, die Online-Werbung, bleibt für die Firma profitabel.
 
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