17. Sep 2004 17:29
Zum ersten Mal in der Geschichte des Internet sinkt der Marktanteil des Internet Explorer signifikant. Der große Konkurrent heißt Mozilla.
Analysen der Internet-Statistiker von WebSideStory sehen für den Internet Explorer zwar immer noch einen weltweiten Marktanteil von derzeit 93,7 Prozent. Doch verlor Microsofts Browser in den vergangenen drei Monaten 1,8 Prozentpunkte. Grund könnten Nachrichten über Trojaner-Angriffe beim Online-Banking oder andere diverse Lücken des Internet Explorer sein. Ähnliche Berichte gab es bis vor wenigen Tagen über die Alternativ-Browser nicht – auch wenn nun dort ebenfalls Lücken gefunden wurden.
Profitieren können davon vor allem die verschiedenen Mozilla- und Netscape-Versionen. Ihr Anteil stieg im gleichen Zeitraum um 1,7 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent. Zwar sind solche Zahlen mit Vorsicht zu genießen, aber auch die Netzeitung registriert ähnliches.
So stieg der Anteil der Netzeitungsleser mit Opera von 4,9 Prozent im September 2003 auf 5,2 Prozent im September 2004. Noch mehr Leser nutzen inzwischen Mozilla- und Firefox-Browser: Während es im vergangenen Jahr noch 11,3 Prozent waren, sind es inzwischen 14,1 Prozent.Besonders auffällig ist der Erfolg von Firefox: Dessen Version 1.0 wurde am Dienstag veröffentlicht und wurde schon in den ersten 24 Stunden mehr als 300.000 Mal aus dem Internet geladen. Dies entspricht zehn Prozent der Downloads der Version 0.8 in den ersten vier Monaten. Die Entwickler hoffen, dass ihr Open-Source-Browser bereits Ende des Jahres von zehn Millionen Menschen genutzt wird. (nz)