30.08.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Der Softwarekonzern Microsoft hat den Fahrplan für sein neues Betriebssystem Longhorn veröffentlicht. Die wichtigste Neuerung ist erst einmal nicht dabei.
Bis Ende 2006 will Microsoft sein neues Windows auf den Markt bringen, wie der Konzern am Freitag mitgeteilt hat. Ein Jahr später soll eine Server-Version folgen. Longhorn, so der Projektname des Betriebssystems, erscheint damit fünf Jahre nach seinem Vorgänger Windows XP.
Um diesen Termin einzuhalten, wird Longhorn zunächst nur mit einer Beta-Version von WinFS (Windows File System) ausgeliefert. Firmengründer Bill Gates hatte das Dateisystem stets als «heiligen Gral» des neuen Windows bezeichnet. Diese wichtigste Neuerung sollte Usern die Suche nach Dateien auf dem eigenen Rechner oder im Internet erleichtern. Microsoft will WinFS als Upgrade nachliefern.
Der Konzern begründete den Schritt mit Rücksicht auf Computer- und Softwarehersteller. WinFS ändert die seit 15 Jahren verwendete Datenbankorganisation, was Auswirkungen auf einzelne Anwendungen hat. Den Software-Anbietern solle mehr Zeit gegeben werden, neue Produkte auf Longhorn abzustimmen, wie der Nachrichtendienst von Yahoo berichtet.
Die wesentlichen Neuerungen von Longhorn werden daher die Grafik-Engine Avalon und die Webservices-Architektur Indigo sein. Die beiden Komponenten sollen auch nachträglich für Windows XP angeboten werden. (nz)