23. Aug 2004 09:46
Microsofts Internet Explorer gilt vielen Fachleuten als unsicher. Das Web-Standards-Projekt versucht nun, Nutzer vom Wechsel zu freien Browsern zu überzeugen.
Die wohl berühmteste Werbe-Kampagne, die der Computerhersteller Apple in den vergangenen Jahren durchführte, nannte sich «Switch» - User sollten vom PC zum Macintosh wechseln, weil dieser leichter zu bedienen, absturzsicherer und einfach schöner sei. Die weltbekannte Reklameaktion, die mit «Real People», also echten Usern, arbeitete, wird nun vom renommierten Web-Standards-Projekt, das sich für die Einhaltung von Internet-Standards im World Wide Web einsetzt, auf den Browser-Markt übertragen: User sollen vom vielen Fachleuten als unsicher geltenden Microsoft Internet Explorer (IE) auf andere, freie Web-Programme umsteigen.
Der Name der Kampagne: «Browse Happy» - Surfe glücklich. Auf der Website namens «browsehappy.com» werden dazu diverse Geschichten von Usern zitiert, die erklären, warum sie ohne Internet Explorer glücklichere und «sorgenfreiere» Benutzer sind. So erzählt etwa David Catherall, ein Kleinunternehmer, dass der norwegische Browser Opera viel leichter zu bedienen sei, als Microsofts IE. Student Christopher Gagnon freut sich über die Geschwindigkeit von Mozilla Firefox. Und Geschäftsmann Steve Pilgrim erzählt, dass er im IE ein Programm sah, dem man «niemals trauen» könne.
Das Web-Standards-Projekt gibt insgesamt vier Alternativprogramme zum Internet Explorer an: Neben Opera und Firefox sind dies Mozilla (der «große» Browser des Mozilla-Projektes) sowie Apples Safari (nur für Macs). Zu jedem Browser wird erläutert, welche zusätzlichen Funktionalitäten dieser im Vergleich zum Internet Explorer besitzt. Eine Rubrik namens «Warum der Internet Explorer unsicher ist» versammelt Zitate aus bekannten Internet-Publikationen zu dem Microsoft-Produkt. Sie decken allerdings die vorhergehende IE-Version ab - mit dem Windows XP-Update Service Pack 2 wurde Microsoft Web-Betrachter Experten zufolge deutlich sicherer. Allerdings sind hierfür inzwischen bereits Sicherheitslücken aufgetaucht.