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P2P als Update-Hilfe für Windows unerwünscht

16. Aug 2004 08:44
Microsoft hat Computerbesitzern untersagt, das kostenlose Windows XP-Update «Service Pack 2» über Dateitauschbörsen zu verbreiten. Dies sei Piraterie, sagt der Softwarekonzern.

Bis zu 100 Millionen Rechner-Besitzer will Microsoft in den nächsten Monaten dazu bewegen, ihr aktuelles Windows XP mit dem kostenlosen Update «Service Pack 2» (SP2) zu aktualisieren. Damit soll das Betriebssystem wesentlich sicherer und unanfälliger gegen Datenschädlinge werden, hofft Microsoft.

Microsoft helfen

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Doch bevor das brandneue «SP2» auf dem Rechner läuft, muss es in den meisten Fällen erst einmal heruntergeladen werden - mit bis zu 270 MB kann der Download selbst bei Breitband-Anbindungen länger dauern. Ein Nonprofit-Projekt namens «SP2Torrent» hat sich daher zur Aufgabe gemacht, Microsoft bei der Verbreitung von «SP2» zu unterstützen - und gleichzeitig zu demonstrieren, dass Dateitauschbörsen nicht nur illegale Inhalte transportieren.

Die Idee der Macher: Warum nicht die kostenlose Aktualisierung über P2P-Netze zum Download anbieten, die sich in den letzten Jahren als zuverlässiger Verbreitungsweg von (wenn auch zumeist illegalen) Dateien erwiesen haben?

Einschränkungen umgangen

Mehr im Internet:
Über die Website Sp2torrent.com konnte man sich seit der «SP2»-Veröffentlichung eine so genannte «Torrent»-Datei herunterladen, mit der der Download über die Tauschbörse Bittorrent gestartet wurde. Ergebnis: «SP2» kam schnell und vor allem zuverlässig auf den Rechner, während Microsoft die Verfügbarkeit von «Service Pack 2» inzwischen auf maximal 2,5 Millionen Downloads pro Tag reduziert hat.

Allerdings gefiel Microsoft die unabgesprochene Aktion offenbar nicht: Der Softwarekonzern forderte die Projektbetreiber mit Hinweis auf das US-Copyright-Gesetz DMCA auf, die Verbreitung von «SP2» zu unterlassen. Die «SP2Torrent»-Macher entschlossen sich daher, ihre Websites um Download-Möglichkeiten zu bereinigen. Microsoft fordert Entdecker von «SP2»-Kopien in Dateitauschbörsen inzwischen auf, Sichtungen an die Anti-Piraterie-Abteilung des Software-Konzerns weiterzuleiten. Das Unternehmen will die Downloads des kostenlosen Updates direkt kontrollieren.

 
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