06. Aug 2004 16:45, ergänzt 16:58
Google und 100 andere Website-Betreiber sollen gegen kalifornisches Recht verstoßen haben. Ihnen wird kontextbezogene Werbung mit verbotenen Stichwörtern vorgeworfen.
Kurz vor dem geplanten Börsengang des Marktführers Google wird Sammelklage gegen eine Reihe Suchmaschinen und Websites erhoben, darunter Yahoo, Sex.com und Google. Den Internetanbietern wird vorgeworfen, für kontextbezogenen Werbeanzeigen Stichwörter in einer Art zu verwenden, die in deren Heimatstaat Kalifornien strafbar ist. Dabei geht es um Werbung für Glücksspiele.
Laut Anklageschrift seien Glücksspiel-Suchbegriffe wie «Illegal Gambling», «Internet Gambling» und «California Gambling» von den Beschuldigten als Stopp-Wörter benutzt worden, zu denen in der Nähe des Suchergebnisses Webeanzeigen eingeblendet werden.Das kalifornische Recht verbietet Werbung für Glücksspiele in dieser Form. Im Falle einer Verurteilung müssen Google und die über 100 mitangeklagten Websites illegal erzielte Werbeeinnahmen zurückzahlen und künftig die Werbepraxis mit diesen Stichwörtern unterlassen. (nz)