09. Jul 2004 18:05
In der Bibliothek des Vatikan wird eine neue Technik eingeführt, mit der Bücher über eine drahtlose Übertragungstechnik schneller gefunden werden können.
Die Zeiten, zu denen die Vatikanische Bibliothek in Rom jährlich für einen Monat geschlossen wurde, damit falsch einsortierte und verlegte Bücher wieder an den richtig Platz gestellt werden konnten, sind vorbei. Mittels der kontaktlosen Datenübertragungs-Technologie RFID soll der Aufenthaltsort von Büchern dort künftig genau feststellbar sein. Bisher wurden bereits 50.000 der 120.000 Bände in den öffentlichen Lesesälen der Bibliothek mit den hierfür nötigen Tags, kleinen Sende- und Empfangseinheiten, ausgestattet, berichtet die News-Site «The Register».
Außer der Suche nach verlorenen Büchern, die bald nur noch einen halben Tag pro Jahr dauern soll, erhofft sich die Bibliotheksverwaltung von der RFID-Einführung eine optimalere Nutzung der Regalflächen sowie schnellere Inventuren. Insgesamt verfügt die Vatikans-Bibliothek über fast zwei Millionen Bücher und Manuskripte. (nz)