07. Jul 2004 09:28
Die UN-Behörde ITU glaubt, dass das Spam-Problem in relativ kurzer Zeit in den Griff zu bekommen ist. Man müsse nur gemeinsam arbeiten, so die Experten.
Die ITU hält den Schaden, den Spam derzeit anrichtet, für enorm groß - mindestens 25 Milliarden Dollar gingen pro Jahr verloren, weil Nutzer Müllmails löschen müssten. Auch sei Spam ein großer Produktivitätshemmer.Spam-Bekämpfung könne allerdings nur funktionieren, wenn die Internet-Provider über Landesgrenzen zusammenarbeiteten, da sonst die Spammer einfach in nicht regulierte Länder ausweichen. Dies erfolgt derzeit bereits mit der Volksrepublik China.
Erste Ansätze für eine globale Zusammenarbeit gegen Spam, wie sie die ITU wünscht, entstehen derzeit - so haben in der letzten Woche Vertreter der USA, Großbritanniens und Australiens ein erstes Abkommen unterzeichnet, künftig gemeinsam gegen Spam vorzugehen. Man wolle Informationen und technische Strategien austauschen, hieß es - auch Beweisdaten sollen fließen.Technische Möglichkeiten gegen Spam gibt es eine ganze Reihe. Allerdings sind sie nur dann wirklich wirksam, wenn sie von allen wichtigen Anbietern eingesetzt werden. Internet-Provider müssen dabei mit Web-Anbietern wie Yahoo oder Microsoft zusammenarbeiten. Vielsprechende Ansätze, gemeinsame Methoden zu entwickeln, ergeben sich aber erst seit wenigen Monaten.