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UN: Spam-Problem in zwei Jahren lösbar

07. Jul 2004 09:28
Die UN-Behörde ITU glaubt, dass das Spam-Problem in relativ kurzer Zeit in den Griff zu bekommen ist. Man müsse nur gemeinsam arbeiten, so die Experten.

Die International Telecommunications Union (ITU) der Vereinten Nationen, die weltweit Standards für die Telekommunikation setzt, hält eine schnelle Bekämpfung des Spam-Problems im Internet für möglich. Robert Shaw, Internet-Experte der ITU, sagte in Genf, es sei möglich, die Müllmail-Flut in zwei Jahren einzudämmen. Allerdings müssten dazu alle Länder und Unternehmen zusammenarbeiten. Ansonsten, so Shaw, drohe das Ende der Netznutzung von Millionen von Usern, die sich von Spam gestört fühlten.

Enormer Schaden

Mehr in der Netzeitung:
  • US-Behörde erwägt Kopfgeld gegen Spammer 30. Jun 2004 15:50
  • AOL-Mitarbeiter stahl Millionen Mail-Adressen 24. Jun 2004 09:24
  • Aktionstag gegen Spam 23. Jun 2004 14:49, ergänzt 16:02
  • Die ITU hält den Schaden, den Spam derzeit anrichtet, für enorm groß - mindestens 25 Milliarden Dollar gingen pro Jahr verloren, weil Nutzer Müllmails löschen müssten. Auch sei Spam ein großer Produktivitätshemmer.

    Spam-Bekämpfung könne allerdings nur funktionieren, wenn die Internet-Provider über Landesgrenzen zusammenarbeiteten, da sonst die Spammer einfach in nicht regulierte Länder ausweichen. Dies erfolgt derzeit bereits mit der Volksrepublik China.

    Erstes Abkommen

    Mehr im Internet:
    Erste Ansätze für eine globale Zusammenarbeit gegen Spam, wie sie die ITU wünscht, entstehen derzeit - so haben in der letzten Woche Vertreter der USA, Großbritanniens und Australiens ein erstes Abkommen unterzeichnet, künftig gemeinsam gegen Spam vorzugehen. Man wolle Informationen und technische Strategien austauschen, hieß es - auch Beweisdaten sollen fließen.

    Technische Möglichkeiten gegen Spam gibt es eine ganze Reihe. Allerdings sind sie nur dann wirklich wirksam, wenn sie von allen wichtigen Anbietern eingesetzt werden. Internet-Provider müssen dabei mit Web-Anbietern wie Yahoo oder Microsoft zusammenarbeiten. Vielsprechende Ansätze, gemeinsame Methoden zu entwickeln, ergeben sich aber erst seit wenigen Monaten.

     
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