01. Jul 2004 09:54
Die Polizei hat in fünf Bundesländern Durchsuchungen wegen Computerkriminalität durchgeführt. Sieben Tatverdächtige zwischen 14 und 21 Jahren sollen zu einer Hackerbande gehören.
34 Polizeibeamte in insgesamt fünf Bundesländern haben verschiedene Objekte im Zusammenhang mit Computerkriminalität durchsucht. Laut Behördenangaben wurden Ermittlungsverfahren gegen insgesamt sieben mutmaßliche Täter im Alter von 14 bis 21 Jahren eingeleitet. Der Vorwurf: Internet-Angriffe, Online-Betrug und Trojaner-Verbreitung. Die Ermittlungen liefen in Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen, Hessen und NRW. Zahlreiche Rechner, Festplatten und Datenträger, auf denen sich Hack-Programme befinden sollen, wurden beschlagnahmt.
Die Tätergruppe soll unter anderem einen Internet-Anbieter mit einer «Distributed Denial of Service»-Attacke angegriffen haben, um anschließend in seine Rechner einzudringen und Daten auszuspähen. In weiteren Fällen soll die mutmaßliche Hackerbande über das so genannte «Phishing» per E-Mail an die Konto- und Kreditkartendaten von Nutzern gelangt sein - anschließend habe man über «enorme Beträge» verfügt, so ein Polizeisprecher. Die Behörden setzten Spezialisten ein, um den Datenbestand zu sichten. Verbindungen ins Ausland sollen dem Geldtransfer gedient haben.