23. Jun 2004 15:58
Professionelle Spammer sammeln die Adressen ihrer Opfer nicht persönlich im Netz, sondern kaufen sie meist massenhaft ein. Ein Ex-Spammer berichtet jetzt über die üblichen Preise.
Ein ehemaliger Spammer aus den Niederlanden hat im Netz eine umfassende Beichte abgelegt. Auf seiner Homepage berichtet Rejo Zenger über die Motivation für seiner Massen-Mail-Aktionen und deren genaue Abwicklung. Dabei verrät er auch den Preis, den Versender von unerwünschten E-Mails für die Adressen der Empfänger zahlen müssen. So kostet nach seinen Angaben eine CD mit 4 Millionen E-Mail-Adressen 300 Euro. Davon seien allerdings nur 1,2 Millionen tatsächlich für die Spam-Aktivitäten verwendbar, was einen durchschnittlichen Preis von 0,025 Cent pro korrekter Adresse ergibt. Die Einkünfte aus der unter E-Mail-Anwendern verhassten Tätigkeit hielten sich übrigens in Grenzen: Nach Zengers eigenen Hochrechnungen hätte er in fünf Monaten lediglich 2000 bis 3000 Euro an dem Verkauf der in seinen Mails beworbenen Waren verdient – und das noch vor dem Abzug von Provider- und Bürokosten und nach unzähligen Stunden der Arbeit. Der reuige Ex-Spammer gab sein Unternehmen jedoch schon vor dem Ablauf dieser Zeitspanne auf. (nz)