Aktionstag gegen Spam
23. Jun 2004 14:49, ergänzt 16:02
Der deutsche Mulitmediaverband und Yahoo rufen am Mittwoch mit Partnern zum «Anti Spam Day» auf. Sie sammeln Beschwerden von Internet-Nutzern.
Wer seinem Ärger über Spam-Mails endlich einmal Luft machen möchte, kann dies am Mittwoch in der Zeit von 14 bis 17 Uhr tun. Dann ist eine spezielle E-Mail-Adresse des Verbandes der deutschen Internet-Wirtschaft, eco e.V., geschaltet, die Beschwerden über Spammails entgegennimmt.
Frustabbau
Die Gelegenheit zum Frustabbau bietet der «Anti Spam Day», den der Webmail-Anbieter Yahoo Mail zusammen mit dem deutschen Multimediaverband und weiteren Partnern aus Medien- und Online-Wirtschaft ausrichtet. Gleichzeitig sollen Tipps und Vorschläge verbreitet werden, gegen Spam vorzugehen - beispielsweise durch den Einsatz von Filtern.
Milliardenteuer
Spam kostet bereits jetzt mehrere Milliarden Euro jährlich. Schätzungsweise 65 Prozent aller Mails sind Spam. Mit einem Spam-Rechner auf antispamday.de kann man sich aufstellen lassen, wie viel Zeit täglich für Spam «draufgeht», aktuelle Informationen über Urteile und eine Community ergänzen das Angebot, ebenso einige Fachartikel.
Sinn und Unsinn
Unklar ist, ob die Spam-Beschwerdeaktion tatsächlich Abhilfe schafft - da die meisten Spammer nach wie vor im Ausland sitzen, hilft eine Rückverfolgung nicht immer. Auch macht der neueste Trend im Spam-Versand, das Abschicken von Mails über vireninfizierte Rechner, das Herausfinden des ursprünglichen Absenders sehr schwer. Sowohl in den USA als auch in Deutschland ist Spam verboten - entsprechende Klagen liegen bereits vor.
Für das Web ediert von Ben Schwan