21. Jun 2004 09:40
Google plant, seine Suchfunktion anderen Websites zur Verfügung zu stellen - inklusive individueller Ergebnisseite. Geld verdient der Anbieter mit seiner üblichen Klickreklame.
Bislang erlaubte die Suchmaschine fremden Seiten nur den Einbau einer Suchmaske - die Resultate gab es dann bei Google. Dank «Adsense» lohnt sich nun auch die Ausgabe der Ergebnisse auf fremden Seiten - dort wird dann Werbung platziert, an der Google kräftig mitverdient.Das neue System trägt den Namen «Adsense Websearch» und wird zuerst in den USA gestartet. Nutzer können die Google-Suche damit vollständig auf ihrer eigenen Seite einbinden - im eigenen Look. Dennoch benötigen sie keinen zusätzlichen technischen Ausbau - die Suchergebnisse kommen vom Google-Server, werden während der Abfrage der Seite «live» eingebunden. Für den Nutzer wirkt es, als kämen alle Daten direkt vom Server des Anbieters, der die Google-Suche anbietet.
Die Finanzierung erfolgt über das bekannte «Adsense»-Modell - wie bereits bei Google selbst werden zu den Suchbegriffen passende Textwerbeanzeigen eingeblendet. Klickt ein Besucher diese, erhält der Suchmaschinen-Betreiber Geld - ein (ungenannter) Teil davon geht an denjenigen, der die Google-Suche bei sich einbindet.Google wirbt damit, dass sich die einbaubare «Adsense Websearch» auch zum Durchsuchen des eigenen Angebotes eigne - hat eine Website noch keine Suche, lässt sie sich so ergänzen. Googles neuer Websearch-Ansatz komplettiert ältere Strategien, Google eine möglichst breite Reichweite im Internet zu geben. So lässt sich die reguläre «Adsense»-Werbung in jede Homepage einbauen - enthält eine Seite bestimmte Begriffe, werden dazu passende Anzeigen eingeblendet. Auch hier teilt Google die Einnahmen mit dem Betreiber, sagt aber nie, wie groß die Umsätze tatsächlich waren.