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Apple startet Musikdienst in Europa

15. Jun 2004 14:14
Apple hat den in den USA führenden Online-Musikdienst «iTunes Music Store» nun auch in Deutschland, Frankreich und Großbritannien gestartet. Pro Song sind 99 Cent zu zahlen.

Apple hat seinen seit einem Jahr in den USA verfügbaren Online-Musikladen nun auch in Europa eingeführt. Vorerst ist der «iTunes Music Store» nur in Deutschland, Frankreich und Großbritannien verfügbar, wie Steve Jobs auf einem eigens in London angesetzten «Apple Music Event» am Dienstagmittag sagte. Die Preise liegen bei 99 Cent pro Song, außerdem sollen viele Alben für 9,99 Euro angeboten werden.

iTunes bietet insgesamt 700.000 Songs von allen fünf Major-Plattenfirmen, betonte Jobs. Daneben würden Titel «Dutzender Indielabels» angeboten, weitere sollten in den nächsten Wochen folgen. Im Angebot sind außerdem 12.000 Klassik-Titel bekannter Firmen wie Deutsche Grammophon, daneben Hörbücher, wobei die deutsche Auswahl derzeit noch eingeschränkt ist.

Eingebaute Jukebox

Mehr in der Netzeitung:
Der deutsche iTunes Music Store beinhaltet außerdem zahlreiche örtliche Künstler, soll ständige neue Angebote enthalten, darunter auch exklusive Songs. Eingekauft wird im iTunes Music Store mittels Kreditkarte. Dazu muss ein Benutzer sich die Software iTunes herunterladen, die gleichzeitig auch Brennprogramm und Musikjukebox ist. Sie liegt sowohl für Macintosh als auch für Windows vor und steht kostenlos zur Verfügung.

Apple startet seinen iTunes Music Store im April 2003 in Amerika, die US-Version war aber nur von amerikanischen Bürgern benutzbar. Nun hat man sich auch passende Rechte für den europäischen Raum gesichert. Jobs sagte, man wolle den iTunes Music Store auch nach Resteuropa holen - im Oktober seien weitere iTunes-Ableger neben Frankreich, Deutschland und Großbritannien geplant.

Moderater Kopierschutz

Mehr im Internet:
Der iTunes Music Store arbeitet mit Apples MP3-Player, dem populären iPod, zusammen, lässt aber auch beliebig viele Brennvorgänge auf CD zu. Songs können auf bis zu fünf Rechnern abgespielt werden, die eingesetzte digitale Rechteverwaltung (DRM) gilt im Vergleich zur Konkurrenz als moderat.

Apple stößt in Europa auf zahlreiche Wettbewerber, etwa OD2 oder die deutschen Angebote Musicload, AOL und Phonoline. iTunes setzte sich in den USA vor allem deshalb durch, weil der Dienst leicht bedienbar ist. 85 Millionen Songs verkaufte Apple innerhalb eines Jahres. In den USA kosten Songs 99 US-Cent pro Stück.

 
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