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WLAN-Hacking per Bluetooth

14. Jun 2004 14:32
WLAN-Zugänge von T-Mobile und Vodafone werden über die Handyrechnung bezahlt. Hacker könnten dies für sich ausnutzen, in dem sie durch Lücken in der Funktechnik Bluetooth schlüpfen.

Der Münchner IT-Sicherheitsdienstleister Integralis warnt vor einer neuen Gefahr im Zusammenhang mit Lücken in aktuellen Bluetooth-Handys: Hacker könnten sich diese zunutze machen, um auf fremde Kosten teure WLAN-Hotspots von Vodafone oder T-Mobile zu benutzen.

Abrechnung per SMS

Mehr in der Netzeitung:
Der Grund für die Angreifbarkeit ist das Abrechnungsverfahren, das die beiden marktführenden Mobilnetzbetreiber derzeit benutzen - aktiviert wird die WLAN-Nutzung in Flughäfen, Cafés und an wichtigen öffentlichen Plätzen per SMS. So kauft man sich etwa bei T-Mobile für 8 Euro eine Stunde Breitband-Internet per WLAN ein, in dem man eine bestimmte SMS-Kurzwahl ans den Betreiber sendet - das «Hotspot»-Passwort kommt auf dem selben Weg zurück.

Aktuell festgestellte Sicherheitslücken in bekannten Handys großer Hersteller wie Nokia oder Sony Ericsson machen es bei eingeschaltetem Bluetooth-Kurzstreckenfunk allerdings möglich, die Geräte mit einer bestimmten Hacker-Software zu «entführen» - so ist es machbar, SMS unbemerkt abzusenden und sie auch (hier: das Passwort) mitzulesen. Selbst Telefonate könnten durchführbar sein.

Geneppte Handy-Nutzer

Mehr im Internet:
So sei es auch möglich, berichtet Integralis, «Hotspot-Piraterie» zu betreiben - ein Hacker nutzt das von ihm selbst angeforderte WLAN-Passwort des fremden Handy-Kunden, um sich anschließend per Laptop einzuwählen. Im Internet kann er dann machen, was er will - rückverfolgbar ist allein der Vodafone- oder T-Mobile-Kunde.

Die Kosten der Internet-Nutzung trägt dann der Handy-Besitzer.

Gegen diese neue Form des Missbrauchs hilft es, die Bluetooth-Funktion des Handys zu deaktivieren - dann kann ein Handy auch nicht «entführt» werden. Außerdem taucht die SMS-Botschaft, die das Hotspot-Kennwort enthält, normalerweise auch auf dem Handy auf, was den Kunden stutzig machen sollte. Gegen die Bluetooth-Lücken in aktuellen Handys helfen nur Firmware-Updates der Geräte, die die Hersteller bereitstellen müssen.

 
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