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US-Musikverkäufer stoppen Online-Pläne

11. Jun 2004 18:51
Wichtige amerikanischen CD-Händler, darunter Best Buy und Virgin Megastore, haben Pläne begraben, einen eigenen Download-Vertrieb aufzubauen. Das Geschäft lohne sich noch nicht.

«Echo», ein im vergangenen Jahr gestartetes Internet-Großprojekt der US-Musikhändler Best Buy, Borders, Hastings, Fye, Tower Records, Wherehouse und Virgin Megastore, soll vorerst eingestellt werden.

Statt CDs

Mehr in der Netzeitung:
Dies teilten Gründungsmitglieder des Projektes gegenüber US-Medien mit. Ursprünglich war geplant, eine gemeinsame Musikdownload-Plattform zu schaffen, die dann langsam den physischen CD-Verkauf ergänzen und später womöglich ganz ablösen könnte. Entsprechende Pläne würden vorerst «eingemottet», hieß es nun.

Als Begründung war aus «Echo»-Kreisen zu hören, dass sich der Online-Musikmarkt zur Zeit noch nicht lohne. Die Angst, von digitalen Downloads überrollt zu werden, haben die großen Musikketten offenbar vorerst verloren - man habe erkannt, dass der Internet-Musikmarkt im Vergleich zum CD-Handel derzeit noch verschwindend gering sei. Selbst der erfolgreiche Netzmusikladen iTunes Music Store mit mehr als 70 Millionen bezahlten Downloads in einem Jahr gilt den Firmen als zu wenig profitversprechend.

Hoher Aufwand

Mehr im Internet:
«Echo» war im Frühjahr 2003 mit hohem PR-Aufwand gestartet worden, baute seitdem eine eigene Online-Musikplattform auf, die allerdings nie gestartet ist. Nun hat «Echo» vorerst alle Lieferantenbeziehungen gekündigt und das Projekt auf «Halt» gestellt. In wenigen Wochen will man sich laut US-Medien-Angaben nun wieder treffen, um über den Fortbestand des Projektes zu reden.

Laut Insidern ist die Plattform, die «Echo» aufgebaut hatte, nur wenige Monate vom Start entfernt. Apple, die iTunes-Firma, gab anfangs ebenfalls an, man verdiene beim Music Store vor allem durch zusätzlich verkaufte iPod-Musikspieler. «Die CD ist vorerst noch nicht tot», war aus Analystenkreisen zu hören. Der Stop von «Echo» zeige dies. Einige der an dem Projekte beteiligten Firmen verfolgen allerdings weiter eigene Online-Musikläden, etwa Virgin und Borders.

 
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