US-Musikverkäufer stoppen Online-Pläne
11.06.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Als Begründung war aus «Echo»-Kreisen zu hören, dass sich der Online-Musikmarkt zur Zeit noch nicht lohne. Die Angst, von digitalen Downloads überrollt zu werden, haben die großen Musikketten offenbar vorerst verloren - man habe erkannt, dass der Internet-Musikmarkt im Vergleich zum CD-Handel derzeit noch verschwindend gering sei. Selbst der erfolgreiche Netzmusikladen iTunes Music Store mit mehr als 70 Millionen bezahlten Downloads in einem Jahr gilt den Firmen als zu wenig profitversprechend.
Laut Insidern ist die Plattform, die «Echo» aufgebaut hatte, nur wenige Monate vom Start entfernt. Apple, die iTunes-Firma, gab anfangs ebenfalls an, man verdiene beim Music Store vor allem durch zusätzlich verkaufte iPod-Musikspieler. «Die CD ist vorerst noch nicht tot», war aus Analystenkreisen zu hören. Der Stop von «Echo» zeige dies. Einige der an dem Projekte beteiligten Firmen verfolgen allerdings weiter eigene Online-Musikläden, etwa Virgin und Borders.
Für das Web ediert von Ben Schwan

