10. Jun 2004 15:01, ergänzt 15:20
Seit Mittwoch Nacht häufen sich Spammails mit rechtsradikalem Inhalt. Die Botschaften, die zu Zehntausenden im Umlauf sein sollen, wurden offenbar über vireninfizierte Computer verschickt.
Absender der Mails scheinen unter anderem Medien wie der «Spiegel» und die Netzeitung zu sein. Zum Teil wurden die Adressen von dort tatsächlich arbeitenden Redakteuren gefälscht. Einige sind auch im Stil von Leserbriefen aufgemacht. Die wahren Spam-Autoren zu finden, gilt laut Sicherheitsexperten als schwierig. Die Programmierer von «Sober» sind bislang nicht ermittelt.Derzeit lässt sich der Spam nicht stoppen, allein ein Ausfiltern der Mails hilft. So genannte «Blacklisten», die die Absenderrechner blockieren, helfen wenig - sollte der Neonazi-Spam tatsächlich per «Sober» verschickt werden, könnten die Urheber die Ursprungsrechner ständig wechseln. Ermittlungen laufen gegen die Neonazi-Spammer noch nicht.