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Beatles gehen online

10. Jun 2004 10:11
The Beatles
Lange Jahre sträubten sie sich, nun soll es soweit sein: Die Beatles planen, ihre Musik auch online zu verkaufen. Unklar ist bislang allerdings noch das Wo und Wie.

Der Musikkatalog der Beatles soll demnächst kostenpflichtig im Internet verfügbar sein. Vertreter der Rechteverwaltungsfirma der bekanntesten Popgruppe der Welt sollen laut US-Medienberichten nun erstmals ernsthafte Gespräche mit zahlreichen Online-Musikdiensten aufgenommen haben - von kleineren Unternehmen bis hin zum Softwarekonzern Microsoft. Dabei sollen große Summen fließen, hieß es, was dem Beatles-Netz-Vertreiber dann zeitlich beschränkte Exklusivrechte brächte.

Intensive Suche

Mehr in der Netzeitung:
Ein Manager eines Online-Musikunternehmens sagte gegenüber dem amerikanischen IT-Nachrichtendienst «News.com», die Beatles suchten derzeit nach dem «idealen Weg», ihren Katalog ins Netz zu bringen. Bislang ist die Band allein mit biografischen Informationen im Netz vertreten, bietet Merchandising-Artikel und Medienprodukte wie die «Anthology»-DVD an.

Direkt herunterladen lassen sich Songs der Band aber noch nicht - hiergegen hatten sich die Beatles lange gesträubt. Bislang ist noch unklar, ob die Band sich tatsächlich für den Verkauf ihrer Songs über einen bekannten Online-Musikshop oder aber für den Eigenvertrieb entscheidet. So könnten Downloadtitel auch direkt auf Beatles.com angeboten werden, wozu sie aber ein eigenes Zahlungssystem bräuchten.

Pikanter Rechtsstreit

Mehr im Internet:
Pikant an den Planungen ist, dass das Plattenlabel der Beatles, Apple Corps, sich derzeit in einem Rechtsstreit mit Apple Computer befindet, dem Betreiber des führenden amerikanischen Online-Musikshops «iTunes Music Store», der demnächst auch in Europa startet. Der Grund für das Zivilverfahren in Großbritannien ist exakt der iTunes-Downloadladen - Apple Computer dürfe Marke und Logo nicht im Musikbereich nutzen, meinen die Anwälte der Beatles, dies sei allein Apple Corps gestattet.

Laut Medienberichten verhandelt die Popgruppe unabhängig von dem Verfahren aber auch mit Apple über einen Vertrieb ihrer Songs im iTunes Music Store. Andere angesprochene Online-Läden sollen Napster 2.0, RealNetworks und die europäische OD2-Gruppe sein. Zudem werde auch intensiv mit Microsoft gesprochen, das im Laufe des Jahres einen eigenen großen Download-Dienst anbieten will.

 
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