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Öffentliche WLAN-Hotspots sind zu teuer

01. Jun 2004 08:52
Öffentliche WLAN-Zugänge für drahtloses Highspeed-Internet werden in Deutschland immer häufiger - ihre Anzahl vervierfachte sich seit letztem Jahr. Genutzt werden sie noch selten.

So genannte Hotspots, öffentlich zugängliche WLAN-Zugangspunkte, mit denen man drahtlos per Laptop ins Internet gehen kann, setzen sich auch in Deutschland immer mehr durch. So hat sich ihre Anzahl seit 2003 nach aktuellen Erhebungen mehr als vervierfacht. Die vor allem in Cafés, Flughäfen und an wichtigen öffentlichen Plätzen bereitstehende Technik wird allerdings noch kaum genutzt.

2300 Hotspots

Mehr in der Netzeitung:
  • Cebit: WLAN schneller und sicherer 22. Mrz 2004 09:00
  • DSL-Anbieter 1&1 bietet WLAN-Hotspots an 02. Mrz 2004 10:17
  • Wireless LAN im TGV 08. Jan 2004 14:46
  • WLAN bei McDonalds 29. Okt 2003 10:14
  • Der Grund sind vor allem zu hohe Preise, wie eine aktuelle Studie des Wissenschaftlichen Instituts für Kommunikationsdienste (WIK) in Bad Honnef ergab. Die Nachfrage sei dem starken Angebotswachstum nicht gefolgt, so die Untersuchung. Die meisten der insgesamt mehr als 2300 Hotspots in Deutschland würden täglich von weniger als fünf Kunden genutzt. Vielen Usern seien die WLAN-Zugangspunkte entweder zu teuer, zu unsicher oder schlicht zu umständlich.

    Passende Orte

    Laut der WIK-Studie lassen sich WLAN-Hotspots vor allem an besonders attraktiven Orten wirtschaftlich betreiben. Interessant seien entsprechende Geschäftsmodelle beispielsweise an Flughäfen, wo viele Businessnutzer zu erwarten seien. Für Hotspots in Einrichtungen wie Cafés, Hotels oder anderen wenig spezialisierten Orten erwartet das WIK keine Kostendeckung. Mit einer Einstellung der Dienste sei dennoch nicht zu rechnen - statt dessen würden vermehrt WLAN-Zugangspunkte als zusätzliches Gratis-Angebot eingesetzt, das sich aus anderen Einnahmequellen querfinanziere.

    Fünf bis zehn Euro

    Mehr im Internet:
    Die WIK-Studie namens «Der Markt für Public WLAN» in Deutschland sieht die aktuellen Preise für eine Stunde Nutzung als zu hoch an - bei fünf bis 10 Euro würden viele Nutzer nicht online gehen. Ebenfalls stören die zahlreichen unterschiedlichen Abrechnungsverfahren und Zugangsprozeduren. Das «Roaming», also ein Zugang für viele Hotspots, arbeite in der Praxis kaum. Laut der WIK-Studie steht in der nächsten Zeit eine Konsolidierungsphase bei den Hotspot-Betreibern bevor. In den USA, dem ersten wichtigen WLAN-Markt, ist diese bereits voll im Gange - so gab Cometa, ein ambitioniertes Business-Hotspot-Unternehmen, vor kurzem auf.
     
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