Spammer muss ins Gefängnis
28.05.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Ein Spam-Mail-Versender ist in den USA zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Er hatte mehr als 850 Millionen unerwünschte Mails verschickt.
Ein Gericht im amerikanischen Buffalo hat einen Mann wegen des Versendens von Spam-Mail zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Bis zu seiner Verhaftung im Mai 2003 hatte Howard Carmack unter falschem Namen über 850 Millionen Spam-Mails mit Geschlechtsteilvergrößerungs- und «Werden Sie schnell reich»-Angeboten verschickt. Er benutzte dazu in den Jahren 2002 und 2003 mehr als 300 verschiedene Mail-Accounts.
Abschreckendes BeispielCarmack wurden außerdem Fälschung von Geschäftsberichten sowie Identitätsdiebstahl nachgewiesen. Von den verkündeten sieben Jahren Haft muss der Verurteilet mindestens dreieinhalb auch tatsächlich absitzen. Im Mai hatte bereits der Internet-Provider Earthlink eine Zivilklage über umgerechnet 13,5 Millionen Euro gegen Carmack gewonnen. Gegenüber der Nachrichtenagentur AP sagte Earthlink-Sprecherin Karen Casino jetzt, sie hoffe, dass «Spammer vor dem Versenden einer weiteren Mail sich an den Fall Carmack erinnern und an das, was Ihnen bevorstehen könnte.»
Tiefes BedauernCarmack selbst sagte gegenüber dem Richter, er fühle sich zu schwer bestraft, schließlich gäbe es keine Opfer seiner Taten, er bedauere sein Vergehen jedoch zutiefst. (nz)