Musik-Singles früher im Netz
24.05.2004
Herausgeber: netzeitung.de
In den USA wollen die Plattenlabels dem Problem nun mit Alternativangeboten beikommen. Da der Verkaufsstart von CDs oft vertriebstechnisch tatsächlich Wochen braucht, hat man einen anderen Weg gefunden, das Material schneller an die Hörer zu bringen: Über legale Musikbörsen. Wie die «New York Times» am Montag berichtete, entwickelt sich der Trend verstärkt in den letzten sechs Monaten. Die Musikfirmen hätten verstanden, dass eine frühe Verfügbarkeit gegen Piraterie helfe, weil man seinen Kunden legale Alternativen zu den schwarzen Vorabkopien biete.
Bei Preisen von durchschnittlich 99 US-Cent pro Song greifen die Hörer gerne zu. «Vor einem Jahr gab es noch Labels, die gegen die Vorabveröffentlichung einer Single waren», so Eddy Cue, iTunes-Chef bei Apple, gegenüber der «New York Times», «heute haben sie es alle kapiert». Der iTunes Music Store hat in einem Jahr 70 Millionen Titel verkauft und setzt seit Verkaufsstart auf zahlreiche «Exclusives», also Tracks, die nur in dem Angebot verfügbar sind oder waren. In Europa soll iTunes noch 2004 starten. Aber auch Börsen wie Napster 2.0 nutzen den Vorab-Trend.
Für das Web ediert von Ben Schwan

