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Google plant PC-Suchmaschine

24. Mai 2004 11:41
Die Suchmaschine Google plant, in Konkurrenz mit dem Windows-Hersteller Microsoft zu treten. Ein neues Werkzeug soll lokale PCs durchsuchbar machen.

Internet-Suchmaschinenmarktführer Google plant einen Frontalangriff auf den Betriebssystemhersteller Microsoft. US-Medienberichten zufolge will das Unternehmen künftig nicht nur das Internet, sondern auch lokale Rechner durchsuchbar machen. Dies ließe sich durch ein kostenlos herunterladbares «Plugin» für Windows erreichen. Microsoft plant für sein neues Betriebssystem «Longhorn» ebenfalls eine deutlich verbesserte interne Suche, was Analysten Googles Vorhaben als «Präventivschlag» bezeichnen ließ.

Papageientaucher

Mehr in der Netzeitung:
Das bei Google intern «Puffin» («Papageientaucher») genannte Projekt umfasst laut bisher bekannten Informationen die Suche nach Texten und Dateien auf einem lokalen PC. Die Software für Windows soll ebenso einfach benutzbar sein, wie Googles kostenlose «Toolbar», mit der man die Internet-Suche der Firma direkt in den Internet Explorer integrieren kann.

Wie der US-IT-Nachrichtendienst «News.com» meldet, soll «Puffin» werbefinanziert sein - so könnten etwa örtliche Dateien mit Online-Werbung verknüpft werden. Google will seine Technik aber so transparent halten, dass Nutzer davon nicht verschreckt werden - ein ähnliches Vorhaben beim derzeit in der Testphase befindlichen Maildienst «Gmail» hatte zahlreiche Datenschützer auf den Plan gerufen.

«Mini-Google»

Mehr im Internet:
«Puffin» soll von Googles Erfahrungen im Bereich der Firmensuche profitieren - hier verkauft man derzeit bereits eigene Server-Geräte, mit denen sich in Unternehmensnetzen «Mini-Googles» implementieren lassen. Der Dienst bringt bislang allerdings nur wenig Umsatz, Haupteinnahme-Qulle für Google ist nach wie vor die Werbung. Wann «Puffin» gestartet wird, ist bislang unklar - Google kommentiert die Entwicklung noch nicht.

Microsoft plant in seinem neuen Betriebssystem «Longhorn» ein neues Dateisystem namens «WinFS», mit dem ein PC ebenfalls deutlich leichter durchsuchbar wird. Allerdings musste der Softwarekonzern kürzlich zugeben, dass nicht alle Teile der Technik bis zum Verkaufsstart 2006 fertiggestellt sein werden.

 
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