Streit um Weblog-Software «Movable Type»
17.05.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Die Firma wuchs mit der aufstrebenden Weblog-Szene mit: Ursprünglich als Freeware-Projekt zweier arbeitsloser Internet-Experten, dem Ehepaar Ben und Mena Trott, gestartet, wurde aus Six Apart inzwischen ein veritables Unternehmen, das bereits Risikokapital erhielt und längst als Hoffnungsträger in der Riege neuer, junger Web-Firmen Amerikas gilt.
Dabei hatte Six Apart nur versucht, endlich Geld mit «Movable Type» zu verdienen. War eine bislang nicht limitierte Freeware-Version der Software sowie eine kaum verwendbare kommerzielle Lizenz verfügbar, wollte man künftig mehrere zumeist kostenpflichtige Verkaufsmodelle anbieten. Das Angebot zu Preisen zwischen 100 und 600 Dollar schränkte allerdings die Nutzungsmöglichkeiten von Weblogs deutlich ein - so sollten Nutzer künftig nur noch eine limitierte Anzahl an Autoren und einzelnen Weblogs führen dürfen, statt unlimitierte Nutzungsrechte wie bei der Vorversion zu haben.
Inzwischen ruderte Six Apart allerdings zurück: Man verbesserte die Lizenzbedingungen leicht und erklärte, was man mit seinen Restriktionen denn überhaupt meinte. Man betonte, es gäbe weiterhin eine kostenlose, wenn auch abgespeckte, Version von «Movable Type». Viele Blogger, die es bislang nicht gewohnt waren, Weblog-Software zu kaufen, wollen trotzdem wechseln: Das Open-Source-Weblog-Werkzeug «Wordpress» bekam über das Wochenende viel Zulauf.
Für das Web ediert von Ben Schwan

