12. Mai 2004 16:33
Die «Oscars» des Internet, die Webby Awards, sind am Mittwoch vergeben worden - stilecht direkt im Web. Auch drei deutsche Online-Angebote wurden ausgezeichnet.
Bei den Gewinnern gab es wenige Überraschungen - so siegte etwa die Suchmaschine Google gleich zweimal («Service», «Best Practices»), im Bereich «Music» das weitläufig gelobte Online-Musikangebot iTunes Music Store und bei «Humor» die beliebte Scherznachrichtenseite «The Onion».Interessanter waren da schon die Sieger im Bereich «News»: Die britische BBC setzte sich vor den arabischen Sender Al Dschasira. Große Angebote wie «CNN» oder «New York Times» waren nicht nominiert worden.
Auch deutsche Seiten können sich über einen der Webby Awards freuen. So gewann der Navigationsdienst «Map 24» in der Kategorie «Technical Achievement» (Technik) und das Angebot Car Stuck Girls im Bereich «Weird» (Verrücktes). Brettspielwelt.de bekam außerdem einen «People's Voice»-Preis in der Kategorie «Games».Die Webby Awards werden inzwischen ohne öffentliche Zeremonie vergeben - statt dessen werden sie im Internet verliehen. Sie werden von einer rund 500-köpfigen «International Academy for Digital Arts and Sciences» vergeben, zu der bekannte Netzexperten und Künstler gehören, etwa TCP/IP-Erfinder Vint Cerf oder «The Simpsons»-Zeichner Matt Groening.