11. Mai 2004 15:24
Google will seine Haupteinnahmequelle, die Suchmaschinenreklame, für Vielwerber deutlich optimieren. Das Ziel sind mehr klickende Kunde - und ein höherer Umsatz zum Börsengang.
Wie der US-IT-Nachrichtendienst News.com meldet, würden derzeit zwei neue Ansätze verfolgt, die Technik zu optimieren: Einerseits sollen passende Suchbegriffe aus den Websites großer Anzeigenkunden generiert werden, andererseits plant Google, demnächst automatische Listen mit buchbaren Suchbegriffen anzubieten.Online-Reklame bei Google taucht derzeit nur dann auf, wenn ein Benutzer ein von einem Werbetreibenden zuvor gewähltes Suchwort eingibt. Für die besten Positionen bei populären Suchbegriffen überbieten sich die Werbetreibende sogar. Googles Problem: Bislang taucht nur in 40 Prozent aller Suchvorgänge überhaupt passende Werbung auf, ansonsten bleibt der Bildschirmbereich, in dem sonst Reklame angezeigt wird, leer - Google verdient also auch nichts. Erst wenn Werbung eingeblendet wird und ein Google-Nutzer sie tatsächlich anklickt, erhält die Suchmaschine Geld.
Derzeit macht Google 95 Prozent seiner Umsätze von immerhin 991 Millionen Dollar im Jahr 2003 durch «Keyword Advertising». Würde mehr Werbung eingeblendet, ließe sich dies noch deutlich steigern, soll in der Firma derzeit debattiert werden. Erste Tests eines optimierten Angebotes sollen mit Großkunden bereits laufen.Das Ziel ist es, bislang noch nicht belegte Suchbegriffe, die zum Werbekunden passen, zu entdecken und mit Werbung zu belegen. Hierzu sollen auch die Daten des Kunden genutzt werden - Google will laut News.com dessen Website scannen. Außerdem sollen Suchbegriffe deutlich flexibler wählbar werden, auch bislang nicht mögliche Kombinationen buchbar sein. Google wollte den Bericht nicht kommentieren. Suchmaschinenexperten berichten aber, dass eine solche Technik von Marketingfirmen stark nachgefragt würde. Ob sie auch «normalen» Werbekunden angeboten werden soll, ist bislang noch unklar. Auch Adsense, eine Google-Werbetechnik für Websites, wurde erst mit Großkunden getestet, bevor sie auch für kleineren Anbieter nutzbar war.