03. Mai 2004 15:38
Rund ein Prozent der Anteile an Google sollen nach erfolgreichem Börsengang an eine neue Stiftung der Suchmaschine gehen. Das ambitionierte Ziel: Die größten Probleme der Menschheit lösen.
Das Budget der neuen Stiftung könnte bei einem höheren dreistelligen Millionen-Dollar-Betrag liegen - je nach dem, wie gut der Börsengang der Suchmaschine läuft, der Aktienwert des Unternehmens ist. Neben den Aktien soll auch Googles Gewinn zu rund einem Prozent in die Stiftung fließen. Außerdem sollen Mitarbeiterressourcen an die Stiftung abgetreten werden.Wenn alles gut gehe, so Brin und Page, solle die Google Foundation später einmal «größer als Google» werden und noch mehr Einfluss auf die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen haben, als die Suchmaschine.
Google wollte nicht dazu Stellung nehmen, welche genauen Ziele die neue Stiftung hat - ob es sich um medizinische, soziale oder ökonomische Probleme handelt, die man angehen will, ist daher noch völlig unklar. Google gab aber an, seine ganze Innovationskraft für die Stiftung aufwenden zu wollen.Die Suchmaschine wäre nicht der erste High-Tech-Anbieter, der ambitionierte Ziele für die Verbesserung der Welt hätte - Bill Gates, Gründer von Microsoft, gilt zusammen mit seiner Frau Melinda als mit Abstand größter Philanthrop der Welt, der Milliardenbeträge etwa für die Gesundheitsvorsorge in Afrika aufbringen will.
Google nennt in seinem Börsenprospekt Microsoft als einen der größten Konkurrenten. Das könnte auch für die Weltverbesserungspläne der Suchmaschine gelten, deren Motto selbst «Don't be evil» («Sei nicht böse») ist.